Kontinuität und Verlässlichkeit

„Es war einfach klasse, dass Sie da waren und wir wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihre neuen Freiheiten“, gab Superintendent Holger Grünjes Angela Carld mit auf den Weg in den Ruhestand. (Foto: Andrea Hesse/Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen)

Angela Carld verabschiedet sich aus der Kirchenkreissozialarbeit

Burgwedel (r/bs). „Es war mir immer wichtig, die Hilfesuchenden bei all der Arbeit nicht aus dem Blick zu verlieren, und im Kirchenkreis wurde mir dabei mit Vertrauen, Wertschätzung und Freundlichkeit begegnet – das war ein gutes Gefühl.“
Mit diesen Worten verabschiedete sich Angela Carld jetzt aus der Kirchenkreiskonferenz Burgwedel-Langenhagen. Am 23. April wurde sie mit einer Andacht in St. Petri Burgwedel aus ihrem Dienst als Kirchenkreissozialarbeiterin in den Ruhestand verabschiedet.
Seit 1993 war Angela Carld im heutigen Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, der selbst erst 2001 aus der Fusion des Kirchenkreises Burgwedel mit Teilen des Kirchenkreises Hannover-Nord hervorging, beschäftigt.
Sie begann ihre Tätigkeit in Burgwedel mit der Sozialen Beratung für Alleinerziehende sowie Geflüchtete und Asylbewerber, übernahm dann ab 2006 zunehmend Aufgaben der Kirchenkreissozialarbeit und wurde schließlich 2008 ganz offiziell Kirchenkreissozialarbeiterin mit Sitz in Burgwedel. Anstellungsträger war seit seiner Gründung im Jahr 2002 der Diakonieverband Hannover-Land, zu dessen Mitgliedern auch der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen gehört.
„Ich habe drei Superintendenten erlebt und kann es selber kaum glauben, schon so lange hier zu sein“, stellte Carld in ihren Abschiedsworten fest. „Ich bin einfach immer da gewesen und konnte in dem ganzen Trubel Kontinuität und Verlässlichkeit einbringen.“
Zu ihrer Beratungstätigkeit für Hilfesuchende kam die Mitarbeit in Arbeitskreisen und Gremien und sie erlebte verschiedene strukturelle Veränderungen ihrer Tätigkeit – als besonders einschneidend empfand die Kirchenkreissozialarbeiterin dabei die Einführung des als Hartz IV bekannt gewordenen Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005.
Kraft und Impulse für ihre Arbeit habe sie immer wieder aus dem Kirchenkreis, dem Diakonieverband und von ihren Kolleginnen bekommen, stellte Carld rückblickend fest.
Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, berichtete die scheidende Kirchenkreissozialarbeiterin. Der gute Kontakt zu den Mitarbeitenden im Kirchenkreis und den Hilfesuchenden werde ihr fehlen; gleichzeitig habe ihr in den zurückliegenden zwei Jahren eine zunehmende Schwerhörigkeit zu schaffen gemacht, sodass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Aufhören gekommen sei: „Ich bin dann mal weg – und ich freue mich auf neue Freiheiten.“