Klinik-Neubau in Burgwedel

Die Kaufverträge für die Flächen im Südwesten Ein Meilenstein für Burgwedel und das Klinikum (v. l.): KRH-Geschäftsführer Personal Michael Born, Axel Düker, Barbara Schulte und Hauke Jagau unterzeichnen die Verträge vor dem Bildschirmfoto des neuen Standortes im Südwesten Burgwedels.

Kaufverträge für neue Standortflächen des Klinikums Region Hannover sind unterzeichnet

REGION HANNOVER/GROSSBURGWEDEL (bgp). Nach Jahren des Entscheidungsprozesses wurde nun ein Meilenstein für den Neubau des Klinikums Region Hannover gelegt: Die Verträge für den Kauf der Flächen am geplanten neuen Standort im Südwesten Burgwedels wurden am Freitag im Rathaus unterzeichnet.

Regionspräsident und KRH-Aufsichtsratsvorsitzender Hauke Jagau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Burgwedel und betonte: „Nun haben wir endlich Planungssicherheit, denn der Flächenkauf ist eine wichtige Voraussetzung, um das Projekt realisieren zu können.“ Bürgermeister Axel Düker sprach von dem „wichtigsten Tag“ in seiner Amtszeit, an dem das „Klinikum der Zukunft gestaltet wird“.

Nun ist der Weg geebnet für den Neubau, der in den nächsten Jahren geplant und auf der Fläche zwischen Großburgwedel und Isernhagen F. B. an der Straße Heisterholz gebaut werden soll. 40.000 Quadratmeter des Areals erwirbt das Klinikum Region Hannover, weitere 20.000 Quadratmeter kauft die Region Hannover als potenzielle Erweiterungsfläche. Dem Kauf ging ein mehrstufiges Verfahren voran: In Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauamt wurden potenzielle Flächen gemäß den Erfordernissen an ein modernes Klinikum geprüft und bewertet. Bürgermeister Axel Düker ebnete den Weg für die Vertragsabschlüsse mit den vier Eigentümerparteien.

Jagau sieht den Standort als „die beste Wahl“ an. Barbara Schulte, KRH Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur betonte, dass auch ein möglicher Anbau an das bestehende Klinikum geprüft worden sei. Das habe man mit Blick auf die starken Beeinträchtigungen des laufenden Klinikbetriebes und die fehlende bauliche Flexibilität jedoch verworfen.
So sehen die Akteure viele Faktoren, die am neuen Standort optimal sind: Die Stadtnähe bleibe trotz der Randlage erhalten. Eine Anbindung über den öffentlichen Nahverkehr sei durch den Zentralen Omnibusbahnhof am Schulzentrum ohnehin schon gegeben. Erste Gespräche mit Vertretern der Verkehrsbetriebe seien bereits erfolgt, um später eine Haltestelle vor dem Klinikum zu etablieren, das insbesondere durch die Linie 620 an den Bahnhof Großburgwedel angebunden werden solle, so Jagau. Die Lage biete auch über die Autobahn und die Umgehungsstraße eine gute Verbindung zu den Nachbarkommunen Wedemark und Isernhagen, die vom Klinikum im Nordosten der Region versorgt werden.

Klinikum mit künftig 285 Betten - Die Qualität der Gesundheitsversorgung deutlich steigern

„Wir wollen hier schnellstmöglich die medizinische Versorgung anbieten, die unsere KRH Medizinstrategie 2025 vorsieht“, so Schulte. Zurzeit werde laut Schulte noch „in den Bestand investiert und das Klinikum inhaltlich weiterentwickelt“, bis das neue Klinikum in 7 bis 8 Jahren fertig gestellt sein soll. Bis zum Baubeginn liegen noch viele Aufgaben auf dem Tisch: Die Stadt Burgwedel muss nun den Flächennutzungsplan anpassen und einen Bebauungsplan erstellen, bis die Bauplanung und Ausschreibung erfolgt.

Regionspräsident Jagau ist froh, dass die Suche nun abgeschlossen ist. „Der Prozess hat immerhin drei Jahre gedauert. Jetzt ist klar: Das Klinikum bleibt in Burgwedel. Unser Ziel ist, mit dem Neubau die Qualität der Gesundheitsversorgung noch einmal deutlich zu steigern – einfach, weil das neue Gebäude die modernen Anforderungen an Medizin berücksichtigt.“
Im neuen Klinikum sollen künftig 285 statt wie bisher 223 Betten bereitstehen. Das Versorgungskonzept KRH Klinikum Ost sieht für den Standort Burgwedel die Etablierung eines Schwerpunktversorgers in Neubaustrukturen mit zusätzlichen Angeboten vor. Die vom Land in Aussicht gestellte Fördersumme für den Neubau schätzt Jagau auf 150 bis 200 Millionen Euro.