Kleinod im Advent begeistert erneut

Stimmungsvolle Beleuchtung in der Adventszeit: Jürgen Helm (Mitte) zeigt den Besuchern die handgefertigten Leuchtsterne aus Pergamentpapier. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Weihnachtsmarkt in Thönse lockt mit heimeliger Atmosphäre und schönem Kunsthandwerk

THÖNSE (bgp). Der Thönser Weihnachtsmarkt füllte sich am zweiten Advent zusehends, obwohl das Wetter regnerisch war. Hunderte Besucher kamen im Laufe des Tages zum Hof Müller, um in gemütlicher Atmosphäre ihren Weihnachtsmarkt zu besuchen. In der Mitte des Hofplatzes drehten die jüngsten Gäste auf dem Kinderkarussell eine vergnügte Runde, während die Eltern winkten und sich die Hände an einem aromatischen Heißgetränk aufwärmten. Hinterher wartete schon der Weihnachtsmann auf den Nachwuchs. Mit schüchternem Blick nahm der zweijährige Leo einen Schokoladenlutscher entgegen, sicher in Papas Arm und auf Augenhöhe mit dem Weihnachtsmann.
Auf den geräumigen Betonflächen unter dem Scheunenvordach reihten sich die Stände mit schönen Dingen zur Advents- und Weihnachtszeit. Insgesamt sechsundzwanzig Kunsthandwerker waren zum Weihnachtsmarkt in Thönse gekommen, um ihre Waren an den Mann oder die Frau zu bringen. Adventsschmuck aus Holz reihte sich neben leckerem Honig und feinen Marmeladen oder Likören. Christiane Hinze aus Neuwarmbüchen bot Tischläufer und andere schöne Textilarbeiten an. Der Förderverein Sonnenblumenschule Thönse hatte einen großen Tisch aufgebaut, angefüllt mit den herrlichsten Gaben. Die Grundschulkinder waren kreativ gewesen und hatten fleißig gebastelt, Kerzen gegossen und Kekse gebacken. Viele ihrer schmucken Weihnachtslaternen und leckeren Plätzchentüten gingen über den Tresen, um in den Taschen der Käufer nach Hause gebracht zu werden.
Handgefertigte Stoff- und Filzarbeiten waren für Gerda Frohwein aus Langenhagen besonders interessant: „Ich habe ein schönes Brillenetui aus Wollfilz gefunden, das schenke ich mir selbst, weil das andere kaputt gegangen ist“, bemerkte sie lächelnd und nahm in der Scheune gleich noch ein Stifteetui für ihren Mann mit. Sie schätzt die kleinen Weihnachtsmärkte in den Dörfern, weil sie überschaubarer sind: „Ich mag die heimelige Atmosphäre, das ist nicht so groß wie in der Stadt. Jedes Jahr besuche ich einen anderen Weihnachtsmarkt in den kleineren Orten rund um Hannover.“