Kleinburgwedeler Weihnachtsmarkt: Nur wenige Besucher trotzen dem Wetter

Das Wetter hatte die Mitbürgerinnen und Mitbürger abgeschreckt. Nur wenige fanden den Weg zu den adventlichen Angeboten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Insbesondere am Samstag war der Zuspruch eher bescheiden

KLEINBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Wochenende war Weihnachtsmarkt in Kleinburgwedel am Lindenriek. Doch in diesem Jahr hatten die Veranstalter wohl im Vorfeld versäumt, sich mit den himmlischen Wetterverantwortlichen kurz zuschließen. Waren die Weihnachtsmärkte am 1. und am 2. Advent auch nicht so richtig von Petrus gesegnet: in Kleinburgwedel hatte dieser sich offensichtlich gedacht, zumindest am Samstag einmal zu zeigen, wie es mit den Feierlichkeiten zum 700. Ortsgeburtstag auch hätte laufen können, wenn er bei den vielen Terminen nicht alle Augen zugedrückt hätte. Temperaturen knapp über Null, Wind aus wechselnden Richtungen, Regen, Schneeregen und Graupelschauer, angesichts dessen blieben viele Besucher zu Hause.
„Kälte und Nässe krabbeln Dir gemeinsam im Hosenbein hoch, von Hut oder Mütze läuft Dir das Wasser in den Nacken, du wirst frostelig, kurze Zeit später frierst Du richtig und dann gehst Du über zum Stand des TSV und kriegst dort ein Glühbier von Tony. Sofort wird Dir warm, auch ums Herz, und das Sauwetter ist vergessen“, sagte ein Gast am Sonntag. Diese segensreiche Wirkung des Getränks hätte man kennen sollen, dann wären sicherlich einige Gäste mehr auf den Hof des Seniorenheims Lindenriek gekommen, um dieses Rezept gegen Wetterunbilden im Selbstversuch auszuprobieren. Und sie hätten die Erfahrung gemacht, dass es klappt mit dem Glühbier, dieser einzigartigen Mischung aus Bier, Kirsch- und Apfelsaft. Noch einige Weihnachtsgewürze hinein in den heißen Sud und um die Herzen wird es schnell wieder warm.
Am Samstag blieb der Zuspruch bescheiden, der Umsatz gering. Und dabei hatten sich die Kleinburgwedeler wieder alle Mühe gegeben. Die Stände waren festlich dekoriert, die Feuerwehrjugend betrieb den Bratwurstgrill fachmännisch, Konrads Café lockte mit mit leckeren Schmankerln, auch der beliebte Stand mit den süßen Dingen des Weihnachtsmarkts wartete auf seine Liebhaber, die handgearbeiteten und -gebastelten Angebote froren vor sich hin, es war ein Ärger mit dem Wetter.
Am Sonntag wurde der Markt dann etwas stärker frequentiert. Robert Rieckenbergs Weihnachtsbaumverkauf lief gut an, auch gut wieder der Umsatz mit dem Glühbier, das Organisationsteam zum Ortsgeburtstag brachte noch eine Menge der sinnvollen kleinen Dinge, die sie zur Finanzierung der Feierlichkeiten übers Jahr angeboten hatten, an den Mann oder die Frau. Am Ende war man allenthalben zufrieden. „Es hätte besser sein können“, hieß es, aber auch: „Wir können es den Leuten nicht verdenken, dass sie bei diesem miesen Wetter zu Hause geblieben sind“.