Kirchenkreistag beschließt Konzept für die Jahre 2013 bis 2016

Der Vorstand des Kirchenkreistages (v.l.). Die Ehrenamtlichen Werner Bürgel aus Langenhagen und Carina Pala aus Kleinburgwedel, Friedrich Engeling, der Vorsitzende, und Debora Knoblauch, Pastorin in Brelingen. (Foto: Renate Tiffe)

Drei Hauptziele – keine Stellenkürzungen

BURGWEDEL (ti). Bei seiner Sitzung im Gemeindehaus von St. Petri hat der Kirchenkreistag den Haushalt für das Jahr 2012 verabschiedet, der etwa 7 Millionen Euro umfasst. Im Vordergrund der Beratungen stand jedoch das Konzept für die Jahre 2013 bis 2016, das einstimmig beschlossen wurde. Hauptziele werden weitere Aktivitäten in der Diakonie, im Bildungsbereich und in der Kirchmusik sein. Stellenkürzungen sind für diesen Zeitraum nicht vorgesehen.
Der Kirchenkreistag ist sozusagen das Parlament des Kirchenkreises, dem die Städte Langenhagen und Burgwedel, sowie die Gemeinden Isernhagen und Wedemark angehören. Er setzt sich zusammen aus den Kirchenvorständen der 18 Kirchengemeinden in diesem Gebiet, in dem 55.000 evangelische Christen leben. Vorausgegangen waren dem Beschluss des Kirchenkreistages umfangreiche Beratungen in den einzelnen Arbeitsgruppen, die in einem 92-Seiten-umfassenden Konzept ihren Niederschlag gefunden hatten. Der Kirchenkreistag wurde geleitet von Friedrich Engeling aus Kleinburgwedel, der Vorsitzender der Großburgwedeler St. Petri-Kirchengemeinde ist.
Ausgerichtet sind die Ziele des Kirchenkreistages an den sogenannten Grundstandards der Landeskirche. Dazu zählt in erster Linie die Verkündigung in den Gottesdiensten und in der Seelsorge. Die Aufgabenbereiche kirchlicher Arbeit sind jedoch weitaus differenzierter. In der Diakonie kann die Kirche mit dem Ambulanten Hospizdienst als „einer Erfolgsgeschichte“ aufwarten, wie Engeling sagte. Der Dienst wird in der Hauptsache von Ehrenamtlichen geleistet und hat sich relativ schnell etabliert. Als Pflegedienst gehört die Burgwedeler Diakoniestation zu den kirchlichen Einrichtungen und die Lebensberatungsstelle in Langenhagen. In der Lebensberatungsstelle in Isernhagen ist die Kirche nur Mitglied, will aber ihren Mitgliedsbeitrag im kommenden Jahr wieder aufstocken.
Im Rahmen der kirchlichen Bildungsarbeit soll das Augenmerk stärker auf Kinder und Jugendliche gelenkt werden. Bei den Kindertagesstätten soll die Zusammenarbeit untereinander und mit den kommunalen Einrichtungen intensiviert werden. 10 der insgesamt 15 kirchlichen Kitas sind bereits enger verbunden. Die Inklusion, die Einbeziehung von behinderten Kindern in den Alltagsbetrieb, wird ein Thema sein. Die Herausforderungen bei den Jugendlichen werden im Jugendkreis koordiniert - ein Projekt, das sich innerhalb von zwei Jahren gut entwickelt hat und schon auf andere kirchliche Regionen ausstrahlen soll.
Die Kirchenmusik gehört zu den Schwerpunkten im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. 2012 soll zum Jahr der Kirchenmusik werden. Es soll attraktive Musikangebote für Erwachsene und Kinder geben. Erkannt wurde, dass für den hohen Anspruch die personelle Ausstattung nicht mehr ausreicht. Ausschließlich für die Chorarbeit soll eine halbe Kantorenstelle neu geschaffen werden, von der auch Burgwedel, Isernhagen und die Wedemark profitieren könnten.
Den einstimmigen Beschluss des Kirchenkreistages wertete Engeling als „Respekt für die hervorragende Arbeit in den Arbeitsgruppen“. - Im Kirchenkreisvorstand tritt die Pastorin von St. Petri, Bodil Reller, an die Stelle von Birgit Birth, die ausgeschieden ist.