Kirchenkreis verabschiedet Amtsleiterin

Volles Haus zur Verabschiedung Gebauers durch das Team des Kirchenkreisamtes mit Superintendentin Sabine Preuschoff (links) und Superintendent Holger Grünjes (rechts). (Foto: Andrea Hesse)

Jacqueline Gebauer wechselt von Burgwedel ins Landeskirchenamt Hannover

BURGWEDEL (r/bs). „Das Amt ist gut vorbereitet und Ihnen braucht vor der Zeit der Vakanz nicht bange zu sein“: Mit diesem zuversichtlichen Blick in die Zukunft verabschiedete sich Jacqueline Gebauer jetzt nach fast genau vier Jahren aus der Leitung des Kirchenkreisamtes Burgdorfer Land.
Sie wechselt ins Landeskirchenamt in Hannover; die kommissarische Leitung des Amtes in Burgwedel übernehmen Claudia Bergmann, bislang als Abteilungsleiterin für Personal und Stellenrahmenplanung verantwortlich, und stellvertretend Anne Rust, Abteilungsleitung Bau und Liegenschaften.
Die Amtszeit Jacqueline Gebauers wurde geprägt von einer ganzen Reihe von personellen und strukturellen Veränderungen in der Verwaltung der Kirchenkreise Burgwedel-Langenhagen und Burgdorf: vom Umbau der Organisationsstruktur des Amtes und der Schaffung einer Finanzbuchhaltung über den Aufbau eines Gebäudemanagements, die Übernahme der Trägerschaft für die evangelischen Kitas im Kirchenkreis Burgdorf und den gemeinsamen Auftritt der kirchlichen Friedhöfe bis hin zur ausgesprochen arbeitsintensiven Vorbereitung und Einführung der Doppik. „Sie haben mitgestaltet bei den Themen, die wichtig waren und obenauf lagen“, dankte Claudia Bergmann der scheidenden Amtsleiterin im Namen des ganzen Teams.
Superintendentin Sabine Preuschoff betonte die große Fachkompetenz und das beeindruckende Wissen Gebauers, mit dem sie ein festes Fundament für alle Entscheidungen in den Kirchenkreisen geschaffen habe.
„Bitte nehmen Sie Ihre Kenntnisse aus der Praxis mit ins Landeskirchenamt und bewahren Sie sich dort Ihre Erfahrungen“, betonte Preuschoff insbesondere im Blick auf die von der Landeskirche gewünschte, von den Kirchenkreisen aber abgelehnte Fusion der Kirchenkreisämter in Burgwedel und Ronnenberg.
„Ich habe diese Fusion nie für sinnvoll gehalten und bleibe dabei“, erwiderte Jacqueline Gebauer in ihren Abschiedsworten. „Bei meinem Dienstantritt im November 2015 habe ich hier im Amt und in den Gremien engagierte, hoch identifizierte und zugewandte Menschen angetroffen“, blickte Gebauer zurück. „Die Zusammenarbeit war auch in der Auseinandersetzung immer sehr wertschätzend und
vertrauensvoll.“ Ihr habe es Freude gemacht, die Bälle in der Luft zu halten, und sie habe den Eindruck, dass viele Dinge gut gelungen seien.
Superintendent Holger Grünjes nahm in seinen Abschiedsworten den zukünftigen Weg Gebauers in den Blick und legte ihr ans Herz, neben allem beruflichen Engagement auch auf sich selbst als Mensch in vielfältigen Verbindungen gut Acht zu geben.
Für die Zukunft zeigte auch er sich zuversichtlich: „Wir haben uns bemüht, die kommissarische Leitung unseres Amtes möglichst breitschultrig aufzustellen“, stellte er verschmitzt fest – mit Blick auf die schmale Gestalt Claudia Bergmanns und die nicht minder schmale Anne Rust reagierten die Gäste der Abschiedsfeier im Gemeindesaal in St. Petri auf diesen Hinweis mit Heiterkeit.