Kirchbauverein spendete 2.350 Euro für den Hospizdienst

Hauptkommissar Andreas Laepke, Nicole Friederichsen und Ute Rodehorst, die Koordinatorinnen des Hospizdiensts, Erdmute Schodder, Kristine Weidemann und Hildegard Seeger vom Kirchbauverein bei der Geldübergabe. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Erlös aus Konzert des Polizeiorchesters wurde übergeben

KLEINBURGWEDEL/GROSSBURGWEDEL (hhs). Freitag, der 21. Dezember vergangenen Jahres geriet in der Ortschaft Kleinburgwedel zu einem denkwürdigen Tag: Das Polizeiorchester Niedersachsen gab ein Konzert in der Turnhalle der Grundschule. Es war ein Benefizkonzert zugunsten des Ambulanten Hospizdienstes.
Der Kirchbauverein hatte dieses Konzert organisiert. Kristine Weidemann und ihre Mitstreiter haben den Hospizdienst schon bei seinen ersten Schritten wohlwollend begleitet: Das erste Büro der Sterbebegleiter hatten sie im Haus der Kirche zur Verfügung gestellt. Zum Benefizkonzert war die Sporthalle restlos ausverkauft. Nun, am Mittwoch dieser Woche, machte der Kirchbauverein sein Versprechen wahr: Der Hospizdienst erhielt den Erlös der Veranstaltung in Höhe von 2.350 Euro.
Kristine Weidemann ging bei der Übergabe der Summe noch einmal auf die Anfänge des Projekts zurück. Die Idee sei im Verlauf des Schützenfests im vergangenen Jahr in Kleinburgwedel entstanden. Jemand hatte davon berichtet, dass das Polizeiorchester Niedersachsen immer wieder dazu bereit sei, Konzerte für wohltätige Zwecke zu geben. Der Kirchbauverein habe schon lange nach einer Möglichkeit gesucht, den Hospizdienst zu unterstützen.
Sie habe Kontakt aufgenommen zu den Musikerinnen und Musikern, und das sei schon vielversprechend gewesen. Das Orchester habe versprochen, man wolle sehen, was man machen kann. Im September dann habe eine gemeinsame Ortsbegehung stattgefunden und der Termin 21. Dezember wurde fest vereinbart.
Dann sei alles so gelaufen, wie man das in Kleinburgwedel kenne: „Alle haben Hand in Hand daran gearbeitet“, freute sich die Vorsitzende des Kirchbauvereins. „Und am Abend kurz vor dem Konzert waren 247 der 250 Karten verkauft“. Es sei spannend und aufregend gewesen beim Empfang der 40 Musikerinnen und Musiker, die mit einem Bus vorfuhren und einem zweiten Fahrzeug mit den Instrumenten. „Als Sie in die Halle marschiert sind, waren wir alle sehr beeindruckt“, sagte sie zu Polizeihauptkommissar Andreas Laepke, der als Vertreter des Polizeiorchesters zur Spendenübergabe gekommen war.
Laepke erinnerte sich noch gut an den Abend. „Wir spielen natürlich am liebsten vor vollem Haus“, schmunzelte er. „Wir wissen meistens nicht, was uns bei den Konzerten erwartet“, sagte er. Einmal seien er und seine Musiker zu einem Konzert nach Northeim gereist, wo nur 53 Besucher in dem großen Saal saßen. Es hätte draußen aber auch ein Sauwetter geherrscht, bei dem man keinen Hund vor die Tür lasse. Aber das Orchester spiele auch vor 1.000 oder 2.000 Besuchern.
„Wir sind für das gesamte Land zuständig, und es ist für uns immer wieder schön, hinaus aufs Land zu fahren, denn dort sind die Hallen meistens richtig gut besetzt“.
Dann fand die Geldübergabe statt. Mit der Summe möchte der Hospizdienst zunächst einen neuen Schulungskurs für Interessierte finanzieren, der in Kürze angeboten wird, sagte die Koordinatorin Ute Rodehorst. Sie bedankte sich herzlich für die Summe. Der Hospizdienst benötige für den laufenden Betrieb etwa 20.000 Euro jährlich, die er über Spenden aufbringen müsse.