Kindergartenkinder verwandelten die Kirche in die Arche

Rauschenden Beifall gab es für die gelungene Darbietung der Kindergartenkinder in der Fuhrberger Ludwig-Harms-Kirche. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Religionspädagogisches Musikprojekt in der Kita Fuhrberg

FUHRBERG (hhs). Für die 25 Kinder der ev.-luth. Kindertagesstätte Fuhrberg war der vergangene Samstag ein großer Tag: Im Rahmen eines Familiengottesdienstes präsentierten sie die Ergebnisse ihrer musikalischen Arbeit der vergangenen zwei Wochen.
In dieser Zeit hatte der Musikpädagoge Holger Kiesé , der vom Kirchenkreis Burgwedel Langenhagen für diese Aufgabe gewonnen werden konnte, mit ihnen das Musikstück „Die Arche voll Musik“ erarbeitet. Die Kinder hatten fleißig geübt und geprobt, sie hatten sich Kostüme gebastelt, und sie hatten eingeladen dabei zu sein, wenn die Ludwig-Harms Kirche zur Arche werden sollte. Viele Eltern und Verwandte waren der Einladung gefolgt.
2012 ist im Kirchenkreis Burgwedel Langenhagen, ebenso wie in der übrigen Hannoverschen Landeskirche, das Jahr der Kirchenmusik. Kreiskantor Christian Conradi hatte dieses Thema zum Anlass genommen, für jede der vierzehn Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises oder einzelner Gemeinden ein religionspädagogisches Musikprojekt anzuregen. alle Kitas machten von diesem Angebot Gebrauch.
Es war ein richtig kleines Musical, was die Kinder boten. Einige von ihnen hatten mit Holger Kiesé an Xylophon, Metallophon, Tamburin und Rasseln Melodien geübt, andere übernahmen die Schauspielerei und alle zusammen hatten für das Bühnenbild, eine stilisierte Arche gesorgt. Holger Kiesé begleitete alles mit der Gitarre und er übernahm auch die Rolle des Vorsängers.
Die Geschichte der Arche aus dem Buch Genesis der Bibel ist bekannt und ein gelungenes Lehrstück in vieler Beziehung: Gott der Herr war unzufrieden geworden mit seinem auserwählten Volk. Die Menschen glaubten nicht mehr an ihn, nahmen ihn nicht ernst. Nur eine Familie war die Ausnahme, die von Noah. Dieser und seine Frau Naama, seine drei Jungens Sem, Hem und Jafet sowie deren Ehefrauen blieben im Glauben fest. Deswegen wählte Gott sie aus.
Er warnte sie vor einer Katastrophe und beauftragte Noah, eine Arche zu bauen, die so groß sein sollte, dass von jeder Tierart zwei Exemplare darauf Platz fänden. Noah und seine Söhne folgten der Anweisung und irgendwann war das Werk vollbracht. Noah trieb die Tiere auf die Arche, dichtete die Tür ab und der Regen begann und damit eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes. 40 Tage und Nächte soll es Gott regnen haben lassen, dann sahen alle zum ersten Mal wieder die Sonne. Gott schloss mit Noah und Familie einen neuen Bund.
Während der Musikpädagoge diese Geschichte erzählte, spielte die Kinder simultan mit: Zunächst wurde die Arche gebaut, dann bestiegen die Tiere das Gefährt. Elefanten, Schweine, Papageien, Schlangen, Schafe, Kühe, Katzen, Hunde und zuletzt die Schnecke, die dann die bemerkenswerten Verse sang: „Noch nie in sieben Wochen bin ich so stark gekrochen“. Rauschenden Beifall gab es dafür aus dem Kirchenschiff. „Und alle Tiere waren friedlich. Nun kann meinetwegen, kommen der große Regen“, sang der Vorsänger. Es begann zu regnen in der Geschichte. Hier waren nun auch die Besucher gefragt. Sie mussten Geräusche erzeugen, um den Regen zu demonstrieren, zumal einen stärkeren Regen, der sich dann zu 40 Tagen Sintflut entwickelt.
Schließlich mussten alle die Geräuschkulisse innerhalb der Arche nachempfinden. Da kläfften Hunde, grunzten Schweine, der Elefant trompetete, die Papageien sprachen „Lora-Lora“ , die Kuh machte Muh und die Schlangen zischelten vor sich hin. Beim Song „Elefantastisch“ ging die Begeisterung dann bei den Kindern durch.
Derweil trieb die Arche auf den Wassermassen, die Gott geschickt hatte: „Es blieb im Sturm geborgen am Abend und am Morgen“, fuhr die Geschichte fort. Dann strandete die Arche, als der Regen geendet war. Und Gott schloss einen Bund mit Noah und seiner Familie: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen.... Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“.