KIB 2010: Weniger Besucher – aber ein positives Resümee

Er war der jüngste Teilnehmer des fünften Kunstwochenendes, was seiner Ausstellung jedoch nicht anzumerken war: 17 Werke hatte Marek Grelka bei „Baustoff Scholle“ präsentiert, zwei davon waren schon nach wenigen Stunden verkauft. (Foto: Sina Balkau)

Gute Umsätze und mehr Fachpublikum als in den Vorjahren

GROSSBURGWEDEL (bs). Das Kunst-Event-Wochenende ist vorüber und die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ziehen ganz unterschiedlich Bilanz. Wegen des schlechten Wetters am Samstag fiel der erste Veranstaltungstag für viele Aussteller im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Nur vereinzelt fanden Besucher den Weg zu den Künstlern. Der Sonntag hingegen machte mit einer riesigen Besucherresonanz diese Enttäuschung weitgehend wieder wett, zumindest was die Ausstellungsstationen in Großburgwedel, Wettmar und Thönse betraf. „Gar nicht zufrieden waren die Künstlerinnen und Künstler, die in Engensen und Kleinburgwedel ausstellten“, erklärte Martin Vietmeyer vom KIB-Organisationsteam. „Da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen. Das Wetter verlockte nicht gerade zum Fahrrad fahren und im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind auch nur wenige Familien unterwegs gewesen“, so Vietmeyer.
Augenfällig war die hohe Anzahl der Fachbesucher, die ganz gezielt „ihre“ Künstler besuchten, um sich auszutauschen über Farben, Techniken, Materialien und vieles andere mehr. „Fast alle haben mich nach meiner Kamera, der Aufnahmetechnik und vielem anderen mehr befragt“, bestätigte der Oldenburger Fotograf Raimund Belling, der mit seiner Ausstellung „Nordgesichter – schwarz-weiße Begegnungen auf der Landkarte oben links“ rege Besucherströme verzeichnete.
Rund 30 Prozent neue Teilnehmer verzeichnete KIB in diesem Jahr und ein absolutes Novum – auch zwei jugendliche Künstler im Alter von 14 und 15 Jahren. „Das ist die Zukunft“, schwärmte nicht nur Martin Vietmeyer, der, gedanklich schon bei KIB 2011, bereits überlegt, auf welche Weise den Nachwuchskünstlern ein spezielles Forum angeboten werden könnte.
Darüber hinaus wurde nicht nur geschaut, sondern auch gekauft. Ob Schmuck, Bilder, Fotografien oder Kunsthandwerk, so manches Objekt wechselte den Besitzer. „Das zeigt auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis bei den KIB-Teilnehmer“, bilanziert Vietmeyer. Auch werde darüber nachgedacht, im kommenden Jahr die KIB-Öffnungszeit am Samstag bis 20.00 Uhr zu verlängern.
Wer mehrere Stunden von Präsentation zu Präsentation schlenderte, brauchte nicht auf leibliche Genüsse zu verzichten. Kaffee, Sekt, Säfte, Salzgebäck, Kekse, Kuchen, Bonbons, Schokolade – die Aussteller hatten sich einiges einfallen lassen, damit der Kunstgenuss nicht zu einem „trockenen“ Erlebnis wurde. Siehe auch Seite 4

komplette BU für Aufmacherfoto: Er war der jüngste Teilnehmer des fünften Kunstwochenendes, was seiner Ausstellung jedoch nicht anzumerken war: 17 Werke hatte Marek Grelka bei „Baustoff Scholle“ präsentiert, zwei davon waren schon nach wenigen Stunden verkauft. Darunter auch der originelle „Tigerhase“ (Foto), eines der Lieblingsbilder des Vierzehnjährigen. „Ich male seit dem Kindergartenalter, meine Mutter hat mich seitdem immer gefördert“, erzählte Marek. Die Anmeldung zu Kunst in Bewegung hatte ihm sein Großvater zu Weihnachten geschenkt.