Kein glücklicher Jahresabschluss

Das TTKG Team überwintert auf Platz 6 der 2. Tischtennis Bundesliga. (Foto: Horst Hillner)

TTK Großburgwedel geht mit 8:10 auf Platz 6 der Tabelle der 2. Bundesliga in die Winterpause

GROSSBURGWEDEL (r/bs). In der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen hat sich der TTK Großburgwedel von dem 4:6 beim abstiegsbedrohten ESV Weil nicht erholt und auch beim Tabellenvierten TTC 1946 Weinheim mit 4:6 verloren.
Die 0:4 Punkte bei den beiden schweren Auswärtsspielen bilden einen wenig erfreulichen Abschluss der Hinrunde für den Sechstplatzierten, und das Punktekonto landete mit 8:10 sogar noch im Minus. „Das war sicher nicht das, was wir uns erhofft hatten, aber ich hatte diese Variante durchaus einkalkuliert“, sagte Teamcoach Michael Junker.
In den Doppeln wollte der Manager eigentlich der bewährten Kombination mit Polina Trifonova/Dijana Holoková vertrauen. Doch die gemeinsame Entscheidung fiel auf Kristina Kazantseva an der Seite von Dijana Holoková, die dann auch mit 2:11, 11:8, 11:7, 9:11, 11:7 gegen Charlotte Carey/Wan Qian knapp gewannen. Im weiteren Spielverlauf war es die Nummer zwei Kazantseva, die mit zwei Einzelniederlagen einen rabenschwarzen Tag erwischte.
„Kristina war nach den Strapazen der Jugend-Weltmeisterschaft einfach total ausgelaugt“, nahm Junker seine Spielerin in Schutz. Der Gastgeber spielte wie erwartet ohne Spitzenspielerin Ievgeniia Vasylieva, aber auch Carey war für die Russin zu gut. Und das 9:11, 11:6, 12:14, 11:13 gegen Vivien Scholz zum 4:4-Ausgleich löste die Niederlage aus.
Hervorragend in Szene setzte sich Trifonova, die Scholz mit einem 3:1 sicher im Griff hatte, und sich beim 4:11, 15:13, 11:8, 12:10 gegen Carey nervenstark präsentierte. Im hinteren Paarkreuz ging die Niederländerin Suzanne Dieker leer aus und auch Dijana Holoková gewann lediglich gegen Wan. Die Belgierin Eline Loyen stellte in der Schlussphase beim 1:3 auch für die gebürtige Serbin eine zu hohe Hürde dar.
In Weinheim tagsdrauf offenbarte sich die allgemeine Doppelschwäche in einem 0:2, und Kazantseva/Holoková konnten ihre guten Chancen beim 8:11, 9:11, 14:12, 11:8, 8:11 gegen Luisa Säger/Jennie Wolf diesmal nicht nutzen. „In der Endabrechnung fehlte uns dieser mögliche Sieg“, erklärte der Manager.
Im Spitzenpaarkreuz unterlag Kazantseva zum 0:3 gegen die 19-jährige Luisa Säger, die 2017 noch bei den Mädchen das Top 12-Bundesranglistenturnier gewann. Trifonova hangelte sich vier Sätze lang gegen die bundesligaerfahrene Jennie Wolf durch Höhen und Tiefen, und atmete nach dem 14:12 zum 2:2-Satgleichstand erst einmal kräftig durch. Im fünften und letzten Satz entwickelte sich ein zähes Tauziehen. Zum 7:9 gelang der Gegnerin ein Break, doch die Konter folgten zum 9:9 auf dem Fuß. Beim Stand von 11:10 verwandelte Trifonova dann den zweiten Matchball zum 12:10 Endstand und gewann ihr Spiel zum wichtigen 1:3 Anschluss.
Dieker blieb gegen die Inderin Mallika Bhandarker ohne Siegmöglichkeit und Holoková sah sich gegen die Ukrainerin Iryna Motsyk einer kniffligen Aufgabe gegenüber. Die Nummer eins der Reserve kam erst zum dritten Mal in dieser Saison zum Einsatz, hatte sich aber ausschließlich mit Einzelerfolgen für weitere Einsätze empfohlen.
Nach einem 0:2 sorgte ein 12:10 für einen Hoffnungsschimmer, zum 3:11 lief der vierte Durchgang komplett an der 25-jährigen Burgwedlerin vorbei. „Motsyk ist eine kompromisslose Angreiferin, die mit Polina schon in der ukrainischen Nationalmannschaft spielte“, fand Junker eine Erklärung.
Nach dem 1:5 war die Bürde bei Trifonova groß, mit einem 12:10, 11:6, 15:13 wurde die kritische Phase gegen Säger jedoch perfekt gemeistert. Parallel holte Kazantseva ihre letzten Energiereserven aus sich heraus, die ein 11:9, 11:8 gegen Wolf vorlegte, und nach einem 4:11 mit 11:6 schließlich ihren ersten Sieg des Wochenendes holte.
Holoková präsentierte sich gegen Bhandarkar beim 11:5, 11:9, 5:11, 13:11 ehrgeizig und bestens gewappnet, doch Dieker konnte im finalen Match Motsyk erwartungsgemäß nicht das Wasser reichen und verlor auch ihr viertes Spiel des Wochenendes.
So landete der TTK Großburgwedel nun vor der Winterpause mit 8:10 auf Platz 6 der Tabelle der 2. Bundesliga, nur knapp vor dem ATSV Saarbrücken. Die Rückserie beginnt dann am Sonntag, 20.01.2019, um 14.00 Uhr mit einem Heimspiel.