Kaufleute zeigen wenig Interesse an der Stadtplanung

IGK-Vorsitzender Karlheinz Schridde erläuterte das Innenstadtkonzept des Stadtplaners Christoph Schonhoff. (Foto: Birgit Schröder)

Der allgemeine Tenor lautet: „Nicht lange warten – jetzt handeln“

GROSSBURGWEDEL (bs). Ein „Trauerspiel“ kommentierte der IGK-Vorsitzende Karlheinz Schridde leicht frustriert nach dem Stammtisch der Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute am Dienstagabend in den Räumlichkeiten der Sparkasse Hannover. Im Mittelpunkt stand das Thema „Stadtentwicklung und Stadtgestaltung" und die IGK hatte ihre Mitglieder und interessierte Kaufleute dazu eingeladen, um deren Wünsche bei der Umgestaltung der Innenstadt aufzunehmen.
Doch gerade einmal 14 Teilnehmer, inklusive IGK-Vorstand, zeigten Interesse an dieser Veranstaltung. Nachdem der IGK-Vorsitzende in Grundzügen den von Stadtplaner Christoph Schonhoff erarbeiteten Ist-Zustand und die sich daraus ergebenden gestalterischen Möglichkeiten erläutert hatte, gab es eine kleine Pause, in deren Verlauf sich die Zuhörerschaft noch einmal dezimierte.
So verblieb nur eine Handvoll Interessierter zur anschließenden Diskussion.
Zu den ersten Kritikpunkten zählten, dass laut Schonhoff der Innenstadtbereich erst am Alten Markt beginne. „Nicht nur die Stadtfeste zeigen, dass das Zentrum schon im Bereich Dammstraße/Im Mitteldorf beginnt“, erklärte Kerstin Moss und stieß damit auf breite Zustimmung. Darüber hinaus waren sich die Kaufleute einig, dass Veränderungen zur Verschönerung des Zentrums nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfen.
„Es muss doch möglich sein, sich zumindest der unansehnlichen Abfallkörbe und Bänke anzunehmen, ohne dass damit gleich einem Gesamtkonzept vorgegriffen wird“, so Brunhilde Preuß vom gleichnamigen Raumausstatter-Fachgeschäft. Die Stadt habe sich in den vergangenen drei Jahren einfach zu wenig gekümmert, so der einhellige Tenor der Kaufleute. „Vom verdreckten Brunnen vor dem Alten Haus bis hin zu unansehnlichen Beeten. Dazu dann noch die abbröckelnde Mauer am Rathaus“, monierte auch Martin Vietmeyer. „Wozu bezahlen wir Gewerbesteuer, wenn sich vieles auf diesem erschreckend niedrigen Niveau befindet?“, fragte Vietmeyer in die Runde.
Auch wenn angesichts der niedrigen Beteiligung an dieser Veranstaltung kaum repräsentative Aussagen über die Wünsche der Geschäftsleute im Zentrum getroffen werden können, so lautete der Tenor: „Nicht lange warten – jetzt handeln“.
Weiter geht es mit der Diskussion über das Gestaltungskonzept für die Innenstadt Großburgwedels mit einem Workshop im Amtshof am Mittwoch, 13. Juni um 18.00 Uhr. Interessierte finden das Innenstadtentwicklungskonzept von Stadtplaner Christoph Schonhoff auch im Internet unter www.burgwedel.de.