Katholische St. Paulus-Pfarrgemeinde feierte gemütliches Fest rund um die Kirche

Zur Unterhaltung der großen und kleinen Besucher des Gemeindefestes bei St. Paulus trug ein Zauberer bei. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Konrad Gut von der Brasilien-Uganda-Hilfe eröffnet Versammlungszentrum in Kampala

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Sonntag hatte die katholische St. Paulus-Pfarrgemeinde in Großburgwedel zu ihrem Gemeindefest geladen. Dieses findet jedes Jahr nach Ende der Sommerferien im August statt und war trotz des schlechten Wetters Jahre wieder sehr gut besucht. Das hat seinen Grund sicherlich in dem „Rundum-Wohlfühlangebot“, das die Organisatoren für große und kleine Besucher zusammenstellen.

Traditionell beginnt das Fest mit der Sonntagsmesse und geht dann draußen auf dem Vorplatz der Kirche, im Gemeindehaus und im Garten hinter der Kirche weiter. In diesem Jahr hingen die miserablen Wetterprognosen für den Sonntag wie ein Damoklesschwert über jeder Veranstaltung unter freiem Himmel, aber die St. Paulusgemeinde hatte vorgesorgt: Pavillons unterschiedlicher Größe boten Schutz, die Hüpfburg, auf der sich die jüngeren Besucher austoben konnten, stand in einer Wind geschützten Ecke des Pfarrgartens, einem gemütlichen Beisammensein stand nichts mehr im Wege. Im Pfarrhaus standen lange Tische eingedeckt für das Mittagessen und später das gemeinsame Kaffeetrinken.
Die Kinder überbrückten das Warten auf den angekündigten Zauberer auf der Hüpfburg, und als der Künstler endlich da war, wollten sie die Herumtollerei draußen nicht gegen das Zuschauen von einer Bank aus eintauschen. Erst als jemand die Luft aus der Hüpfburg abließ, füllten sich die Plätze vor dem Magier schnell, der dann mit seinen kleinen Tricks große und und kleine Gäste ins einen Bann zog.
Die Besucher des Festes nutzten die Gelegenheit zum Klönen, man informierte sich über das umfangreiche Veranstaltungsprogramm, das die Gemeinde ihren Mitgliedern bietet. Insbesondere die Jugendlichen standen vor den Tafeln mit den Erinnerungsfotos von der gemeinsamen Fahrt nach Ameland.
Draußen auf dem Platz vor der Kirche hatte auch Konrad Gut, Leiter der Brasilien-Uganda-Hilfe in der Kirchengemeinde eine kleine Präsentation der letzten Hilfsaktionen aufgestellt, und die verdeutlichte einen wirklich unglaublich hohen Einsatz der Großburgwedeler Gemeinde in der Dritten Welt: Im Kampala konnte mit Unterstützung der Mitglieder von St. Paulus das dringend benötigte Versammlungszentrum fertiggestellt werden. „Im Jahr 2008 haben wir begonnen mit dem Bau, jetzt in dieser Woche wird das Gebäude offiziell eingeweiht“, freute sich Konrad Gut. Er kündigte am Sonntag an, dass er in dieser Woche zunächst nach Nairobi fliegen werde und am Donnerstag nach Kampala, um an der Einweihung teilzunehmen. Leiterin dieses Versammlungszentrums ist Beatrice Lubega, die vor zwei Jahren der St. Paulusgemeinde beim damaligen Sommerfest vorgestellt wurde. Frau Lubega habe zwei außerordentlich fähige Mitarbeiter gewonnen, die mit ihr gemeinsam das Zentrum leiten, erklärte Gut. Der Neubau in Kampala habe 198.000 Euro gekostet. Davon haben die Gemeindemitglieder in Burgwedel 10% beigesteuert, der Rest der Summe komme vom Bistum Hildesheim, von Miserior und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Auch die Aktion mit der Übernahme von Patenschaften für die Schulausbildung von Kindern in Kampala laufe ausgesprochen gut, erklärte Konrad Gut. Inzwischen werde die Ausbildung von 165 Schulkindern über diese Patenschaften finanziert. Die Paten zahlen dabei etwa 150 Euro jährlich für die ersten Jahre in der „Primery School“, würden die Kinder dann zu weiterfühenden Schulen gelangen, werde es dementsprechend teurer. Ein Teil der Kinder habe nun die Schulausbildung abgeschlossen und die Hochschulreife erlangt, freute sich Gut. Die Brasilien-Uganda-Hilfe werde sich bemühen, auch die Kosten dafür zu finanzieren. Am Sonntag, 19. September, soll nach der Messe über den jetzigen Besuch in Afrika vor der Gemeinde berichtet werden.