„Kann Ihr Haus Solar?“ 70 Burgwedeler wollen es wissen

An der Front des Pavillons fangen die Kollektoren das Sonnenlicht ein,... (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kampagne zur Nutzung von Solarenergie ist sehr erfolgreich

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Kann Ihr Haus Solar?“, unter dieser Fragestellung hatten die Klimaschutzagentur Region Hannover und die Stadt Burgwedel insbesondere an die Eigentümer von sogenannten Bestandsimmobilien appelliert, ihr Interesse an einem Solarcheck für ihr Haus zu bekunden, um von einem Fachmann alle Fragen klären zu lassen, inwieweit ihr Gebäude für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist. Bei der Vorstellung des Projekts, zu dem die Stadt Burgwedel als Pilotprojekt ausgesucht worden war, rechneten die Vertreter der Klimaschutzagentur mit etwa 20 Interessenten. Insgesamt habe man die Finanzierung von 45 Solarchecks sicher gestellt.

Damit hatten sie die Bereitschaft der Burgwedeler Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen allerdings stark unterschätzt. Insgesamt haben 70 Mitbürgerinnen und Mitbürger sich zu einem Solarcheck angemeldet. Die ersten dieser Termine vor Ort sind unterdessen schon gelaufen. Die Kosten für die 25 Solarchecks, die die Klimaschutzagentur noch nicht finanzieren konnte, übernimmt nun die Stadt Burgwedel.
Am vergangenen Samstag stand nun gewissermaßen zum Abschluss der Promotion in Sachen Solar das Solarcafé auf dem Domfrontplatz in Großburgwedel. Die Mitarbeiter der Klimaschutzagentur Region Hannover hatten einen kleinen aber unübersehbaren Pavillon aufgebaut, in dem über einen Sonnenkollektor nicht nur Kaffee frisch gekocht sondern auch Getränke gekühlt wurden. Viele Burgwedeler nahmen diese Gelegenheit wahr, auf diese Weise „sinnlich“ die segensreiche Wirkung dieser Art von Energiegewinnung kennenzulernen. „Es ist schon etwas anderes, direkt daneben zu stehen und zuzusehen, wie über das Sonnenlicht so viel Energie gesammelt wird, damit der Kaffee kocht. als es immer nur aus zweiter Hand zu erfahren“, brachte es ein Besucher auf den Punkt.
Gleichzeitig war das Solarische auch Treffpunkt für die Solar-Radtour. Hierzu hatte sich ein Energieberater der Klimaschutzagentur bereit erklärt, um anhand von beispielhaften Burgwedeler Gebäuden interessierten Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten von Solarenergie zu erläutern. Zwölf Interessierte hatten sich zur Abfahrt dort mit dem Fahrrad eingefunden, unter ihnen auch der Umweltkoordinator der Stadt Burgwedel, Malte Schubert, der die etwa eineinhalbstündige Tour begleitete.