Jugendwehr Thönse feierte 10-jähriges Bestehen mit vielen Freunden

Rettung eines Verletzten über ein Seil. Die Gruppen erledigten diese ungewöhnliche Aufgabe mit Bravour. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Gutes Zusammenspiel unter dem Gestell mit den Helmen war gefragt auf dem Hof Feldmann. Das war etwas schwierig, wenn die Größenunterschiede innerhalb der Gruppen hoch waren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Maispiele stellten hohe Anforderungen an der Nachwuchs

THÖNSE (hhs). Die Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Thönse hatte am vorletzten Wochenende guten Grund zum Feiern: Der zehnjährige Geburtstag stand auf dem Terminplan, nicht nur beim Nachwuchs allein, sondern auch bei den aktiven Kameraden der Ortswehr, auch bei den anderen örtlichen Vereinen, denn aus Gründen dieses Jubiläums fanden die berühmt-berüchtigten und immer wieder herbeigesehnten Maispiele statt. Diese Spiele, eigentlich ein Wettkampf mit gemischten Disziplinen, an dem alljährlich die Jugendwehren aus den Kommunen Burgdorf, Burgwedel und Isernhagen teilnehmen, stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an die Jungen und Mädchen: Feuerwehrtechnisches wird verlangt, Geschicklichkeit, Zusammenspiel der Gruppenmitglieder, und davon verfügt vieles über einen hohen Spaßfaktor.
Wie bei Feuerwehren kaum anders zu erwarten, sorgt meistens irgendwie „Wasser“ für den Spaßfaktor, doch in diesem Jahr war es etwas zuviel, denn neben den Stationen, an denen das kühle Nass aus allen Rohren spritzte, gab es auch noch ein paar wirklich derbe Regengüsse auf der zehn Kilometer langen Strecke. Aber die Stimmung war deswegen nur für kurze Augenblicke etwas getrübt, die Jungen und Mädchen brachten alle Aufgaben mit Bravour hinter sich und am Ende, als alle wieder auf dem Schützenplatz in Thönse eingetroffen waren, stand wie von den aktiven Kameraden gewohnt, die Kameradschaft, Vergnügen und die Verpflegung im Vordergrund.
Die zu lösenden Aufgaben waren ganz unterschiedlicher Art. Da war zunächst die Station auf dem benachbarten Hof Feldmann. Hier wurden viele Gruppen „kalt erwischt“: Dort war ein Eimer Wasser auf einem Gestell, das von sechs Helmen getragen wurde, befestigt. Der Eimer war mit Wasser gefüllt, die Jungens und Mädchen mussten dieses Gerät zunächst gemeinsam und mit aller Vorsicht auf ihre Köpfe balancieren und dann dreimal einen Parcours mit kleinen Hindernissen bewältigen. Am Ende wurde gemessen, wie viel Wasser sich noch in dem Eimer befand. Meistens konnte man dass allein schon an den Uniformen grob abschätzen. Schwer war dies für die Gruppen, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr unterschiedliche Körpergrößen hatten, aber es war immer ausgesprochen lustig, den Jungen und Mädchen bei ihrem unermüdlichen Einsatz zuzuschauen.
Ein paar Stationen weiter auf dem Kinderspielplatz war ein Spiel vorgesehen mit ernstem Hintergrund: Ein Verletzter musste mit einem Seil über einen imaginären Wasserlauf in Sicherheit gebracht werden. Dazu mussten die Gruppen eines der Spielgeräte benutzen: Das Drahtseil, an dem sich die Kinder sonst zum Spaß an Rollen über den Sand herunterlassen können. Hier mussten die Gruppen voll konzentriert und ernst zur Sache gehen, es ging um eindeutige Befehle der Gruppenführer und deren Ausführung. Und der „Verletzte“ in Form einer Puppe musste wie im richtigen ernsten Einsatz sicher an andere Ufer gebracht werden. Es war bemerkenswert, wie sicher die meisten Gruppen diese nicht alltägliche Aufgabe lösten. Hohes Lob an alle, die sich dabei nicht aus der Ruhe bringen ließen!
Am Ende standen der gesellige Teil auf dem Programm und die Siegerehrung. Hier die Ergebnisse: 1. Dachtmissen-Otze-Weferlingsen, 2. Thönse I, 3. Großburgwedel II, es folgten auf den Plätzen Isernhagen HB, Wettmar, Isernhagen NB I, Isernhagen FB/KB, Fanfarenzug Thönse, Großburgwedel 1, Neuwarmbüchen, Kleinlöschmeister, Isernhagen NB II, Engensen, Thönse II, Burgdorf, Kirchhorst/Stelle, Ramlingen/Ehlershausen.
Beim geselligen Teil standen Drehleiterfahrzeug und weitere Einsatzfahrzeuge standen zur Erkundung bereit, die Bogenschützen des benachbarten Schützenvereins Edelweiß Thönse boten die Chance, einmal das Bogenschießen auszuprobieren, und für Speis und Trank und Spiel und Spaß war auch gesorgt.