Jubiläumstour: NDR-Bus machte Station in Fuhrberg

Die gute Nachricht: Seit dem NDR Auftritt in Fuhrberg gibt es ein „Burgwedeler Drehorgelorchester“, wie es Uwe Schulz und Christian Kleinoth vereinbart haben. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mitbürgerinnen und Mitbürger vermissten Bürgernähe

FUHRBERG (hhs). Am Samstag vergangener Woche hatte sich Besuch angesagt in der Ortschaft Fuhrberg: Das NDR Fernsehen hatte seinen Besuch angekündigt im Rahmen seiner Jubiläumstour. 25 Jahre NDR Fernsehen aus Niedersachsen. „Aus diesem Anlass bereisen wir das Land, um direkten Kontakt zu unseren Zuschauern aufzunehmen“, hieß es in einer Ankündigung. „Wir möchten mit ihnen ins Gespräch kommen“.
NDR-Reporter Henning Orth fährt deswegen mit einem Linienbus, natürlich mit NDR-Werbung und allem drum und dran, 25 Tage durch das Land auf einer festen Route, dem Vernehmen nach mit festen Haltestellen. Eine dieser Stationen war Fuhrberg, die Perle im Norden Burgwedels, auf dem Parkplatz vor dem Jugendraum. Hier sollten die Mitbürgerinnen und Mitbürger den Fernsehmachern konkrete Vorschläge machen für ihre Berichterstattung.
Jede Anregung wollten die Leute vom NDR direkt aufnehmen und sie online an die Redaktion in Hannover senden, jedem Hinweis werde verlässlich nachgegangen, so hieß es. Natürlich waren ein Kamerateam mit dabei und Onlinereporter, die das Geschehen am Bus begleiteten. Das hatten eigentlich alle begriffen mit einer Ausnahme: Der Moderator der Veranstaltung Henning Orth war eher mit seiner Selbstdarstellung befasst, als auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, mit den Fuhrbergern ins Gespräch zu kommen. Das wäre schließlich die Mindestvoraussetzung dafür gewesen, dass Anregungen aus der Ortschaft auf irgendeine sinnvolle Weise Eingang in das Programm hätten finden können.
Die Berichte waren abends dann schon auf dem Bildschirm zu bewundern im täglichen Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“. Die Kinder aus Fuhrberg, die in mühevoller Arbeit zwei Lieder extra für diesen Anlass einstudiert hatten und diese bei dem NDR-Auftritt im Ort auch zu Gehör brachten, kamen im Programm nicht vor. Die meisten von ihnen waren sehr enttäuscht, was man verstehen kann. Das Argument des „Personenschutzes“ zählt in diesem Falle nicht. Alle Eltern wussten von der öffentlichen Aufführung, die meisten waren anwesend,
Bemerkenswert am Rande war das Erinnerungsvermögen der Fuhrberger an vergangene Jahre, als der NDR schon einmal hier war. „Damals hat Monika Walden das in aller Ruhe gemacht und wirklich das Gespräch mit uns gesucht“, erinnerte sich eine Fuhrbergerin am Ende des Jubiläumsbesuches. Ob man sich in drei oder vier Jahren auch noch an Henning Orth in Fuhrberg erinnern wird?