„Jetzt gibt´s was auf´s Dach!“

: Das Dach der Werk- und Fahrzeughalle (im Hintergrund) auf dem städtischen Bauhof soll mit Solarpaneln ausgestattet werden (v. l.): Udo Sahling, Christine Karasch, Axel Düker, Hendrik Hoppenstedt, Martin Riessler und Oliver Stellfeld. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Solarpanels auf der alten Bauhof-Halle ermöglichen klimafreundliche Stromversorgung

GROSSBURGWEDEL (bgp). Ortstermin auf dem Bauhof der Stadt Burgwedel: Bürgermeister Axel Düker und sein Team informierten über das aktuelle Vorhaben, auf dem Dach der alten Werk- und Fahrzeughalle Solarpanels zu installieren.
„Wir wollen zeigen, was alles möglich ist“, so Düker. Die Halle liegt relativ zentral auf dem Gelände und wird nicht durch Bäume verschattet. Ein Grund, warum die Wahl nicht auf die neuere Halle fiel, da diese am nördlichen Rand des Bauhofes von hohen Eichen umrahmt ist. Martin Riessler, Leiter des städtischen Bauhofes, betont: „Die Bedingungen sind auf der alten Halle einfach besser.“
100 Quadratmeter groß wird die Solaranlage sein. „Das sind 144 Solarpanels“, erläutert Projektleiter Oliver Stellfeld vom ausführenden Unternehmen SOL Energietechnik.
Technisch bietet die Anlage die Möglichkeit, überschüssige Energie in einen extra installierten Solarspeicher aufzufangen. 45 000 Kilowattstunden (kWh) sollen jährlich durch die Solaranlage produziert werden, rund 70 Prozent der Energie (30 000 kWh) werden für den Eigenverbrauch verwendet. Vor allem die Pumpstation der Kläranlage und die Ladesäule für das E-Fahrzeug auf dem Bauhof profitieren von der klimafreundlichen Stromversorgung.
Die Stadt Burgwedel will als Vorreiter dazu anregen, auf Gewerbebauten Solardächer zu installieren. Jedoch soll auch vor der „eigenen Haustür“ gekehrt werden. Städtische Liegenschaften sollen dahingehend überprüft werden, ob die Installation von Fotovoltaikanlagen möglich und sinnvoll ist: „Ich bin froh, dass wir so als Stadt vorangehen können“, freut sich Düker.
Udo Sahling von der Klimaschutzagentur der Region Hannover ist zuversichtlich, dass immer mehr Flächen mit Solartechnik ausgestattet werden: „Die Stadt Burgwedel hat damit Vorbildcharakter.“ Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister im Bundeskanzleramt, lobt ebenfalls die Initiative der Stadt und hebt die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz hervor: „Die Bundesregierung hat sich entschieden, den Solardeckel in Höhe von 50 Milliarden Euro abzuschaffen.“
Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover, wirbt für Solarenergieanlagen, die sowohl für private als auch gewerbliche Objekte interessant sind: „Die Region Hannover wird ab Oktober ein Online-Solarkataster veröffentlichen, in dem sämtliche Angaben zu allen privaten und öffentlichen Liegenschaften der 21 Kommunen einsehbar sind.“
Damit können die Erträge aus Solarenergie relativ genau berechnet werden und Anreize für die Installation einer Solar- oder Fotovoltaikanlage unter entsprechender Förderung geschaffen werden. Einsprüche gegen die Veröffentlichung der Daten zu ihrer Liegenschaft können Eigentümer und Erbbauberechtigte schriftlich mit Angabe der Adresse des Objektes bei der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover erheben (Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover).