Jasmin Safar in der Landesjury

Jasmin Safar (Klasse 10a) hat das Gymnasium Großburgwedel souverän auf der Landesjury des Prix des lycéens allemands vertreten. (Foto: Gymnasium Großburgwedel)

Zehntklässlerin vertrat das Gymnasium Großburgwedel beim Französischen Literaturprojekt Prix des lycéens allemands

BURGWEDEL (r/bs). Jasmin Safar (Klasse 10a) hat das Gymnasium Großburgwedel souverän auf der Landesjury des Prix des lycéens allemands vertreten und nur knapp die Chance verpasst, für das Land Niedersachsen an der Bundesjury teilzunehmen.
Jasmin hat es ihren Lese-“Schwestern“ des Französischprojektes zu verdanken, dass sie an der Landesjury in Hannover teilnehmen konnte, die vom Institut français Deutschland in Kooperation mit der Antenne Métropole ausgerichtet wurde. Je teilnehmender Schule darf nur ein Abgeordneter zu der Landesjury entsandt werden, und der Lesezirkel des GyGro hatte dazu Jasmin ausgewählt. In der Oststadtbibliothek am Raschplatz traf Jasmin auf 18 Delegierte weiterer Schulen aus Niedersachsen, die sich ebenfalls am PDLA beteiligt haben.
Angeleitet von Moderatorin Nadège Marguerite, Attachée für Sprache und Bildung des Institut français Bremen-Niedersachsen, tauschten sich die Schulvertreterinnen und der Schulvertreter (es befand sich tatsächlich nur ein Junge unter den Jurymitgliedern) über die vier zur Wahl stehenden französischen Jugendromane aus und stimmten abschließend darüber ab, welches Buch den Literaturpreis der deutschen Schüler erhalten solle.
Selbstverständlich wurde nur auf Französisch debattiert, und das auf hohem Niveau. Jasmin beteiligte intensiv an der Diskussion über die sehr unterschiedlichen Werke und war am Ende überrascht, dass der Favorit der Großburgwedeler Schülerin nicht das Rennen machte.
Statt des Romans „Dans la forêt d’Hokkaïdo“ von Eric Pessan wurde letztlich der Roman „Une fille de …“ von Jo Witek als Sieger erkoren. Einige der Teilnehmer hatten im Vorfeld die Autorin live bei einer Lesung aus ihrem Roman erlebt und sich im Anschluss mit ihr über ihren Text und ihre Arbeit ausgetauscht.
Auch wenn Jasmin etwas enttäuscht war, dass sie nicht zur Bundesjury nach Leipzig fahren kann, so überwiegt bei ihr doch die Freude darüber, dass sie die Landesjury erleben konnte. Sie empfand es als Bestätigung, sich bereits als Zehntklässlerin mit anderen aus überwiegend höheren Jahrgängen vor großem Publikum über Literatur unterhalten zu können.
Immer wieder wird bedauert, dass Menschen weniger lesen und dass vor allem die jüngeren Generationen nur noch selten Interesse an Büchern zeigen. Zumindest am Gymnasium Großburgwedel widerspricht die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler freiwillig an Literaturprojekten teilnehmen, diesem angeblichen Trend. Und es ist umso bewundernswerter, dass sogar vermeintlich schwierige fremdsprachliche Literatur Anklang in der Schülerschaft findet.