Jägerschaft Burgdorf bietet den nächsten Jungjägerkurs im August 2011 an

Wer später als jagender Naturschützer unterwegs sein möchte, muss sich gut auf die Prüfungen vorbereiten, am besten im Team. (Foto: Uwe Kurmeyer)
 
Wie gefährlich ein Schuss sein kann, wird den Lehrgangsteilnehmern des Jungjägerkurses mit einem Schuss auf die Wassermelone eindrucksvoll demonstriert. (Foto: Uwe Kurmeyer)

Interessenten für die Ausbildung zum Jäger sollten sich jetzt anmelden

BURGDORF. Die Jagdgesetzgebung weist der Jägerschaft die verantwortungsvolle Aufgabe zu, Jagd und die mit ihr verbundene Hege so zu betreiben, dass ein den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasster, artenreicher und gesunder Wildbestand erhalten bleibt und seine Lebensgrundlagen gepflegt und gesichert werden. Der Deutsche Jagdschutz-Verband und die Landesjagdverbände sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannte Naturschutzverbände.(
Jäger oder Jägerin kann nur werden, wer nach einer aufwendigen Ausbildung eine nicht minder aufwendige staatliche Prüfung ablegt, in der biologische, ökologische und Naturschutzgesichtspunkte inzwischen rund ein Drittel ausmachen. (Dass Jagd und Naturschutz sich keineswegs ausschließen und Jäger und Jägerinnen engagierte Naturschützer sind, darf eigentlich nicht verwundern. Sie sind wie alle Menschen Nutzer der Natur und auf Dauer kann nur genutzt werden, was auch geschützt wird, um dessen Fortbestand sich bemüht wird.
Ebenso gilt grundsätzlich, dass Natur am besten dadurch geschützt wird, dass sie in verantwortbarer Weise genutzt wird. Vernünftigerweise kann die Frage heute nicht mehr lauten, ob überhaupt in die Natur eingegriffen wird, sondern wozu, wie und auch mit welchen Folgen dies geschieht. Wir haben es eben nicht mit der weithin unberührten Flora und Fauna längst vergangener Menschheitsepochen zu tun, sondern mit einer Kulturlandschaft, einer über viele Generationen hinweg zweckvoll umgeformten Natur, in der stets auch unterlassenes Handeln ganz bestimmte Wirkungen zeitigt.((
Der Hauptvorwurf, mit dem die Jäger immer wieder konfrontiert werden, lautet, Jagd sei hobbymäßig betriebenes Töten von Tieren. (Tatsächlich dürfen nur wenige der unter Jagdrecht stehenden Tierarten erlegt und gefangen werden und diese auch nur zu bestimmten Jagdzeiten. Die meisten sind ganzjährig geschont. Alle Tierarten unter Jagdrecht müssen aber ganzjährig gehegt, z. B. in Notzeiten gefüttert werden. (
Wo Wild überhaupt bejagt wird, geschieht dieses außer aus Gründen der Besatz- und Bestandsregulierung, der Wildschadens- und Wildseuchenverhütung natürlich auch zu dem Zweck, eine Naturressource zu nutzen. Hier handeln Jäger prinzipiell nicht anders als Schäfer, Fischer oder Bauern, denen deshalb kaum ein Mensch mangelnde Tierliebe vorwerfen würde. Schießen und Fangen von Wild machen jedenfalls den geringsten Anteil am Jagen und Hegen aus. ((Jagd ist heute eine Form nachhaltiger Naturnutzung und –gestaltung im Rahmen demokratischer Regelwerke.
Weidgerechte Jäger und Jägerinnen bejagen Wildarten, deren Besatz- bzw. Bestandsgröße eine nachhaltige Nutzung erlaubt. Wenn sie Tiere töten, dann aus einem vernünftigen Grund. Dieser kann in der Verwertung von Wildbret, Decke, Balg und Schwarte bestehen, aber auch im Nutzen für das Ökosystem, wenn etwa zugunsten der Verlierer der Kulturlandschaft wie z.B. der Feldhühner regulierend in Raubwildbesätze eingegriffen wird.
Die Vorbereitungskurse der Jägerschaft Burgdorf werden von engagierten und erfahrenen Jägern und Jägerinnen veranstaltet. Der nächste Kurs beginnt im August 2011 und dauert bis März 2012. Die Jägerprüfung ist nicht einfach; das soll sie angesichts der Berechtigungen, die sie ermöglicht, auch gar nicht sein. Wer wie wir, die Jägerinnen und Jäger aus der Jägerschaft Burgdorf, die Natur mit Passion vernünftig nutzen und schützen möchten, kann sich auf den Jägerschaftsseiten im Internet unter www.jaegerschaft-burgdorf.de nicht nur über die Jungjägerausbildung informieren.