Isernhagens „mobiler Blitzer“ wird jetzt auch in Burgwedel eingesetzt

Historischer Akt die beiden Bürgermeister der Kommunen Arpad Bogya und Dr. Hendrik Hoppenstedt unterzeichnen die Verwaltungsvereinbarung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bogya und Hoppenstedt schufen Grundlage mit Verwaltungsvereinbarung

BURGWEDEL (hhs). Man wolle aus den möglichen Synergien schöpfen, erklärte Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya einleitend. Dann griffen er und Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt zum Füller und zeichneten eine zwei DIN A 4 Seiten lange Verwaltungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Isernhagen und der Stadt Burgwedel ab. Der Inhalt interessiert kaum einen, nur die Kraftfahrer im fließenden Verkehr, denn es geht um ein in beiden Kommunen stetig wachsendes Problem: Es wird zu schnell gefahren. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert: Isernhagen besitzt ein mobil einsetzbares Überwachungsgerät auf Laserbasis, und Burgwedel jetzt irgendwie auch. Die Verwaltungsvereinbarung formuliert die Rahmenbedingungen dafür, dass das Gerät der Nachbarkommune an einem Tag in der Woche acht Stunden lang in den Ortsteilen der Stadt Burgwedel eingesetzt werden kann.
Isernhagen stellt nicht nur das Gerät, auch das Fahrzeug und den „Bediener“ für den Bereich Burgwedel zur Verfügung. Die Stadt Burgwedel zahlt dafür 40 Euro pro Stunde und anteilsmäßig die anfallenden Fahrzeugkosten und die für die Wartung des Messgerätes. Dem Beginn dieses neuen Kooperationsbereiches zwischen den beiden Kommunen steht eigentlich nichts mehr im Wege. Der Mitarbeiter der Gemeinde Isernhagen, der auch in Burgwedel die Verkehrsüberwachungen durchführen wird, ist unterdessen auch in Burgwedel zum Vollzugsbeamten ernannt worden.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt hob den historischen Aspekt dieses Verwaltungsaktes hervor: „Wir sind zwei Kommunen, die schon seit einiger Zeit gut zusammenarbeiten“, sagte er und hatte dabei ähnliche Vereinbarungen im Blick wie die Lebensberatung, Kunstschule und Musikschule. „Beide Kommunen können die Möglichkeiten, die das Gerät bietet, voll ausschöpfen. Es ist eine super Sache, die schnell weitaus mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger bringen wird. Und wir müssen für mehr Sicherheit wenig zahlen“. Arpad Bogya erinnerte an die lange Diskussion, die in den politischen Gremien Isernhagens vor der Anschaffung stattgefunden habe. Damals habe man sich für die Anschaffung entschlossen und für die Nutzung an den Unfallschwerpunkten und Brennpunkten.
Dr. Hendrik Hoppenstedt erläuterte in diesem Zusammenhang, er habe angesichts der veränderten Situation in der Ortschaft Fuhrberg, Absenkung der Geschwindigkeit nachts auf 30 Km/H, überlegt, stationäre Überwachungsanlagen anzuschaffen. Die seien allerdings auch teuer und zudem habe die Region Hannover entschieden, ihren Anteil an den Einnahmen aus den Bußgeldern deutlich zu erhöhen. „Früher kassierte die Region 25% der Bußgelder, die Kommunen 75%“, so Hoppenstedt. „Die Region hat früher den Halter festgestellt und tut das heute auch. Dafür kassiert sie nun 60 %. Ein eigenes Gerät, insbesondere ein stationäres, rechnet sich nicht für die Stadt Burgwedel“. Die Stadt Burgwedel habe so alle Voraussetzungen geschaffen, dass die Verkehrsüberwachung beginnen kann. Mit der Polizei in Großburgwedel habe man schon Messpunkte in allen Ortschaften abgesprochen.