Isernhagener Realschüler drehen Film über das Zirkusleben

Im Zirkuszelt wurde alles für die Dreharbeiten vorbereitet und besprochen. (Foto: Dana Noll)

Verein Politik zum Anfassen e.V. unterstützt die Dreharbeiten

GROSSBURGWEDEL (dno). Hektisch ging es auf dem Schützenplatz in Burgwedel am vergangenen Freitagnachmittag zu. Hier wurden ab 15 Uhr bei starkem Wind und Eiseskälte im und am Zirkuszelt Mulan Kabel verlegt, Kameras aufgebaut und Mikrofone in Stellung gebracht.
20 Realschüler aus Isernhagen trafen sich, um im Rahmen eines Schulprojektes einen Film über das Zirkusleben zu drehen. „Warum tut man sich das an bei Wind und Wetter Vorstellungen zu geben, herumreisen, sich um Tiere kümmern, proben? Wie lebt es sich als Kind im Zirkus? Mit diesen und vielen anderen Fragen machten sich die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs auf den Weg zu „Mulan“, der derzeit in Großburgwedel gastiert.
Bereits zum dritten Mal nimmt die Schule an dem Internationalen Video-Wettbewerb „KWN-Kids Witness News“ teil, der vor 20 Jahren von der Firma Panasonic ins Leben gerufen wurde. Inzwischen sind es jährlich mehr als 10.000 SchülerInnen aus über 523 Schulen und 23 Ländern, die mit Filmen zu gesellschaftspolitischen Themen mitmachen.
Der Kurs von Rektor Jens Könecke dreht in diesem Jahr einen Film, der einen Einblick in den spannenden Zirkusalltag geben soll. Dafür mussten die Schüler Interviews führen, Menschen und Tiere porträtieren sowie eine Vorstellung filmisch begleiten. Die Medien-Experten des Vereins „Politik zum Anfassen“ e.V. aus Isernhagen standen dabei beratend zur Seite. Gemeinsam haben sie den Dreh beim Zirkus Mulan vorbereitet und den richtigen Umgang mit Kamera- und Tontechnik geprobt.
„Wir freuen uns sehr, dass Familie Renz uns diesen Blick hinter die Kulissen gestattet”, so Projektleiter Gregor Dehmel, der bei einem Zirkusbesuch mit der Familie im Sommer auf die Filmidee gekommen war.“
Die Schüler wurden in vier Teams aufgeteilt und filmten vor und während der Zirkusvorstellung. So führte zum Beispiel Nico Alexander ein Interview mit der 11-jährigen Josie, die als Zirkuskind bei Mulan auftritt. Wenn Kamera und Ton laufen und es „Action“ hieß, mussten alle Beteiligten Vollgas geben, immerhin möchte man den Wettbewerb gewinnen. Gar nicht so einfach, denn neben einer guten Vorbereitung, galt es auch das Lampenfieber im Zaun zu halten.
„Es ist alles viel größer und umfangreicher, als ich gedacht habe“, so Caroline Woller vom Verein „Politik zum Anfassen“ e.V., Projektleiterin und Ansprechpartnerin für die Schüler und Schülerinnen. Und Gregor Dehmel fügt hinzu: “Die Schüler können eine ganz außergewöhnliche Zirkus-Familie kennenlernen, die ihr Leben einer fast aus der Mode gekommenen Sache verschrieben haben. Und vielleicht können wir ein wenig dazu beitragen, dass die Menschen die Arbeit im Zirkus wieder mehr wertschätzen - und auch kleinen Zirkussen mit ihrem Besuch helfen, ihren Lebenstraum weiter zu träumen.“