Interkultureller Frauentreff feierte Jahresabschluss

Zu arabischer Musik wurden die ersten Tanzschritte eingeübt. (Foto: Renate Tiffe)
 
Beim gemeinsamen Frühstück in lockerer Atmosphäre ergeben sich die Tischgespräche. (Foto: Renate Tiffe)

Eine Liste für kommende Vorhaben existiert bereits

GROSSBURGWEDEL (ti). Das erste Jahr des Interkulturellen Frauenfrühstücks mit den regelmäßigen Treffen jeweils am dritten Mittwoch im Monat neigt seinem Ende zu. Grund genug für die Initiatorin Regina Gresbrand Rückschau zu halten und ein wenig in die Zukunft zu blicken. Im kommenden Jahr wird die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt die Organisation übernehmen.
Aus ihrer Erfahrung heraus mit der Initiative Kunst und Kulltur für Kinder habe sie zunächst die jungen Mütter angesprochen, erinnerte sich Regina Gresbrand:„Wir haben einfach angefangen.“ Die älteren Großburgwedelerinnen seien dann wie von selbst dazu gekommen, sodass sich regelmäßig um die 40 Frauen einstellten. Meist trafen sie sich in der Seniorenbegegnungsstätte, mitunter auch im Gemeindesaal der St. Petri Kirche, der auch der Ort für das letzte Treffen war.
Beim gemeinsamen Frühstück in lockerer Atmosphäre ergaben sich Tischgespräche. Ein Austausch fand statt und die Erkenntnis machte sich breit, dass im Grunde jede Frau Erfahrungen mit einem Neustart hatte. Regina Gresbrand, selbst Kriegskind, erzählte vom Neuanfang ihrer Eltern, die aus Ostpreußen gekommen waren. „Wir haben viel voneinander gelernt. Es hat Mut gefordert, von Migrationserfahrungen zu berichten. Aus Begegnungen sind jetzt Freundschaften geworden“.
Alles, was die Frauen sich vorgenommen haben – um die Initiatorin hat sich mit der Zeit ein Team von Helferinnen formiert – wurde erreicht und es sollen weiter Ideen gesammelt werden für das interkulturelle Miteinander in der Stadt Burgwedel. In einem Brief an Bürgermeister Dr. Hoppenstedt, den Regina Gresbrand vorlas, hat sie die Entwicklung des Projekts dargestellt, das nun in andere Hände übergeben wird. „Wir stehen weiter gern zur Seite, damit die Arbeit nahtlos weitergeführt werden kann“.
Es war guter Brauch beim Frauenfrühstück, dass die Frauen ihre Wünsche aufschreiben konnten und vieles umgesetzt wurde. Ausflüge wurden gemacht und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Eine Liste für kommende Vorhaben existiert bereits. Für das letzte Treffen in diesem Jahr war Tanzen angesagt.
Nach dem Frühstück mit dem Büfett, das diesmal von den Frauen gemeinsam zusammengetragen wurde, meldete sich ganz spontan eine Teilnehmerin und sagte: „ich lese jetzt mal eine Geschichte vor“ - was sie auch tat. Danach wurde eine CD mit arabischer Musik aufgelegt und im Nu bildete sich ein großer Kreis in der Mitte des Saales und erste Tanzschritte wurden geübt. Mütter hatten ihre Kleinkinder auf dem Arm und bewegten sich im bekannten Rhythmus, die alteingesessenen Burgwedlerinnen hielten unbefangen mit - auch als Gazala Sedik sie zum orientalischen Bauchtanz animierte. Alles wirkte leicht und machte viel Spaß. Die gebürtige Syrerin, Mutter von drei Kindern, übt die Kunst als Hobby aus, wie sie sagte. Am Ende stand ein großer Rundtanz, der die Frauen dann wieder in ihren Alltag am Mittwochvormittag entließ.
Im Januar wird zunächst eine Pause gemacht und im Februar kommt das Organisationsteam noch einmal in gewohnter Runde zusammen.