Interessantes über Großburgwedels Parks und Gärten

Im Gesundheitsgarten hinter dem Krankenhaus gab Jutta Magnus Informationen über die Bepflanzung. (Foto: Sina Balkau)

Letzte Führung des Gästeführerinnenkreises für dieses Jahr

GROSSBURGWEDEL (sib). Der Gästeführerinnenkreis Burgwedel hatte sich einen wunderschön sonnigen Herbsttag für seine letzte Führung in diesem Jahr ausgesucht. Unter dem Motto „Burgwedel mit seinen Parks und Gärten“ führte Jutta Magnus zwölf Teilnehmer durch Großburgwedels grüne Lungen, die im Rahmen der Gartenregion 2009 neu gestaltet worden waren. Historische Fakten, kleine Anekdoten und botanisches Fachwissen machten die Führung zu einem interessanten Erlebnis.
Der goldene Oktober machte seinem Namen an diesem Mittwochnachmittag alle Ehre: Blauer Himmel, Sonnenschein und dazu bunt leuchtendes Herbstlaub – so sahen die Parks in Großburgwedel ganz besonders schön aus. Die zwölf Teilnehmer der Führung wollten sich die Grünanlagen jedoch nicht nur anschauen, sondern auch jede Menge Neues über sie erfahren. Für das Vermitteln von umfangreichen Hintergrundinformationen war Gästeführerin Jutta Magnus genau die Richtige: Als Gartenarchitektin, die zudem seit 35 Jahren in Burgwedel lebt, konnte sie viel über Pflanzen und historische Fakten erzählen.
Erstes Ziel war der Rathauspark, in dem sie eine kleine Einführung zur Stadtgeschichte Burgwedels – „der Grafschaft über dem Moore“ – gab. Weiter ging es in den Krankenhauspark, auch Garten der Gesundheit genannt. Er war im vergangenen Jahr im Rahmen der Gartenregion entstanden und teilt sich in einen Ruhe- sowie einen Aktivitätsbereich auf.
Nächste Station war der Kunst- und Skulpturenpark, der Burgwedelern als „Alter Park“ bekannt ist. Was die Wenigsten wissen: Er besitzt noch einen dritten Namen. Da der Park einst im Privatbesitz einer Familie Friedrich war, wird er auch der „Friedrichsche Park“ genannt. Die bis zu 150 Jahre alten Eichen und Linden sowie die Tatsache, dass der Rasen nur zweimal im Jahr gemäht wird, lassen die Anlage ein wenig verwunschen wirken. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, wenn dort Kunstwerke ausgestellt werden. Für ein wenig mehr Komfort wurden neue Wege angelegt und Sitzgelegenheiten aufgestellt.
Auf dem Friedhof kam das Gespräch zwangsläufig auf das zerstörte Mahnmal, das „Tor der Erinnerung“, das in Burgwedel schon lange für Zündstoff sorgt. Jutta Magnus klärte Uneingeweihte über die Hintergründe des Streits auf.
Nach einem Abstecher zum Wohnpark stand noch die Besichtigung einiger Gebäude und Plätze auf dem Programm. „Das Alte Haus, in dem die Stadtbücherei beheimatet ist, wurde vor etwa 300 Jahren erbaut. Das Bauernhaus im Fachwerkstil diente jahrelang als Veranstaltungsraum für verschiedene kulturelle Events. Dazu wird jetzt das alte Knickmannhaus genutzt“, erzählte Jutta Magnus, bevor sie die Gruppe zum neuen Kulturzentrum der Stadt führte, das nun den Namen „Amtshof“ trägt. Schließlich wurde die letzte Tour des Jahres 2010 im Amtspark beendet. Für 2011 ist eine Führung durch das Oldhorster Moor geplant.