Individuelle Fahrradnummer soll vor Diebstahl schützen

Reinhold Kuske fräst die Codierungsnummer in den Fahrradrahmen, Antje Schneider geht ihm dabei zur Hand. (Foto: Sina Balkau)

Viele Bürger nutzten das kostenlose Codierungsangebot der Polizei

GROSSBURGWEDEL (sib). Nach Möglichkeit bietet die Polizei Burgwedel zweimal pro Jahr eine Fahrradcodieraktion an, in der die Bürger ihre Drahtesel mit einer individuellen Codiernummer versehen lassen können. Am vergangenen Samstagvormittag war es wieder soweit und rund 45 Burgwedeler und Isernhagener nutzten die Gelegenheit.
Die Codiernummer beginnt mit einem H für die Region Hannover, es folgen die Gemeindekennzahl, der Straßenschlüssel sowie Hausnummer, Initialen des Fahrradeigentümers und das Codierungsjahr. „So kann jedes Fahrrad haargenau seinem Besitzer zugeordnet werden, wenn es zum Beispiel nach einem Diebstahl wieder aufgefunden wird“, erklärte Polizeikommissarin und Kontaktbeamtin Antje Schneider. Außerdem diene die Nummer auch der Diebstahlprävention: Nach der Codierung erhielten die Räder einen Aufkleber mit der Aufschrift „Finger weg, mein Rad ist codiert“, was Langfinger abschrecken solle.
Die Schlange vor dem kleinen Schuppen am TSG aktivCenter war dieses Mal ungewöhnlich lang, etwa 45 Bürger aus Burgwedel und Isernhagen wollten das kostenlose Angebot der Polizei nutzen. So wie auch Michael und Ingrid Heimberg. Das Ehepaar ließ zum ersten Mal seine Fahrräder kennzeichnen – aus Angst vor Diebstahl. „Davon ist dauernd in der Zeitung zu lesen und so ein Fahrrad ist ja nicht gerade günstig“, sagten die beiden.
Auch die neun Teilnehmer des TSG-Fahrradkurses, der in Kooperation mit der Kontaktbeamtin durchgeführt worden war, waren mit ihren Rädern zu der Codieraktion gekommen. Der Termin stellte den Abschluss des Kurses dar, der sich an Senioren und Migrantinnen gerichtet hatte, die noch nie oder schon lange nicht mehr auf einem Drahtesel gesessen hatten.