In Fuhrberg brannte in diesem Jahr ein schnelles Osterfeuer

Um 20.15 Uhr war das Osterfeuer in Fuhrberg beinahe vollständig herunter gebrannt. Wer zu spät kam, konnte sich nur noch an der Glut erfreuen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Besucher erfreuten sich auch an der auflodernden Glut

FUHRBERG (hhs). Osterfeuer sind in allen Ortschaften beliebte Traditionsveranstaltungen. Die Veranstalter sind fast immer die gleichen, meistens die Ortsfeuerwehren, dazu die örtlichen Musikvereinigungen, meistens die Musikzüge der Ortswehren, und dann noch die einschlägig bewährten Spezialisten in Sachen Verpflegung, Und auch dabei sind es zumeist die Kameraden der Feuerwehr, die zunächst die Holzkohle und dann Bratwurst und Steaks auf den Grill legen. Es gibt dabei immer nur eine Unwägbarkeit: Das Osterfeuer selbst.
So war es am Ostersamstag auch in Fuhrberg: Alle verlief nach Tradition. Pünktlich um 19.30 Uhr entzündeten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr den ansehnlichen Haufen mit dem Brenngut. Der Feuerwehrmusikzug unter Leitung von Heiner Neddermeyer intonierte die bekannten Frühlingslieder, die Grillbude sorgte für ein Aroma in der Luft, das Lust machte auf die erste Bratwurst dieses Jahres an frischer Luft. Und das Feuer loderte gen Himmel.
Die Fuhrberger strömten hin zum Brennplatz, in froher Erwartung eines langen Abend im Schein der Flammen, aber das geriet in diesem Jahr zu einem relativ kurzen Vergnügen: Wer vor dem Gang zum Brennplatz erst noch die Sportschau bis zum Ende sehen wollte, um die Ergebnisse der Ligakonkurrenten von Hannover 96 abzuwarten, der hatte etwas Pech, denn der große Haufen mit dem Brennmaterial war dann schon fast vollständig herunter gebrannt.
Viele Besucher zeigten sich etwas enttäuscht und gingen dann viel eher nach Hause als in den Vorjahren. Aber dann kam die Nachhut, eben die Sportschaugucker und füllten die ein wenig gelichteten Reihen wieder auf. „Die Glut wärmt doch auch“, flachste ein später Gast, als er sah, dass der kalte Nordost die Glut wieder anfachte. Leuchtend rot wurde sie wieder, und das soll bis in die späte Nacht immer wieder für die notwendige Wärme am Brennplatz gesorgt haben.