„Im Wein liegt Sonnenschein“ – aber nicht beim Weinfest

Der Chor „50 plus“ unter unter der Leitung von Anne Drechsel setzte dem Nachmittag dann ein weiteres gesangliches Glanzlicht auf. (Foto: Renate Tiffe)

Besucher ließen sich vom Regenwetter nicht abschrecken

WETTMAR (ti). „Den Regen haben wir nicht verdient“, meinte der Vorsitzende Hans-Heinrich Günther bedauernd zur Einführung. Der Männergesangverein Germania (MGV) hatte sich unter dem blauen Zeltdach am Dorfgemeinschaftshaus aufgestellt. Dann schmetterte der Wettmarer Traditionschor programmgemäß sein Lied „Im Wein liegt Sonnenschein“ aufmunternd über den Dorfplatz.
Und es half. Mit der Zeit fanden sich immer mehr Besucher ein am Samstagnachmittag. Mag sein, dass einige von ihnen den fröhlichen Auftritt des Wettmarer Kinderchores da schon verpasst hatten. Dem jüngsten Spross des MGV war die Ehre zuteil geworden, als erster die Bühne zu entern und er nutzte die Gelegenheit ein weiteres Mal, in der Öffentlichkeit seine Zuhörer zu erfreuen. Der MGV hatte sich diesmal um Gastsänger aus Fuhrberg und Neuwarmbüchen verstärkt. Offenbar sind es vor allem seine Abkömmlinge mit denen er zur Zeit Aufmerksamkeit erweckt. Auch die „Goschenhobler“, die Mundharmonika-Gruppe des MGV, hatte ihren mit viel Beifall aufgenommenen Auftritt.
Mit ihren Liedern „anstoßen“ auf den Wein, das gute Essen, und natürlich die Liebe wollte der Gemischte Chor Wettmar, der auch ein „Quodlibet der Geschmäcker“ zum Besten gab.
Die Damen mit weißem Jackett und roter Rose am Revers - der Chor „50 plus“ unter unter der Leitung von Anne Drechsel setzte dem Nachmittag dann ein weiteres gesangliches Glanzlicht auf. Der Chor aus Isernhagen war zum ersten Mal beim Weinfest zu Gast. Schon beim zweiten Lied klatschte das Publikum begeistert mit.
Das Wetter hatte sich inzwischen soweit gebessert, dass immer mehr Besucher auch außerhalb von Zelten und Schirmen an den Tischen Platz nehmen konnten. Als das Schlusslied, das von den Chören gemeinsam gesungene „Ein schöner Tag“ angestimmt wurde, kam dann doch so etwas wie echte Weinfest-Stimmung auf.
Der MGV und seine Unterstützer – allen voran die „Gruppe 1“ - hatten ausgiebig für Speis und Trank gesorgt. Das Weinangebot war so, dass es für jeden Geschmack etwas bereithielt. Und auch an die Kinder war gedacht. Die Westernreiter aus Oldhorst luden ein zum Ponyreiten und im Murmelland konnten sich die Kleinen zusammen mit ihren Eltern vergnügen.
Ein Familienfest also, dem letzten Endes auch der Regen nicht viel anhaben konnte. Im großen Zelt ließ es sich jedenfalls noch bis in den Abend hinein gut beisammen sein.