Im Kultur- und Sportausschuss wurden die Gelder für 2011 verteilt

Wettmarer Schützenverein „Gut Ziel“ ging leer aus

GROSSBURGWEDEL (ti). Ursprünglich wollte sich der Kultur- und Sportausschuss in der vergangenen Sitzung nach den Worten seines Vorsitzenden Andreas Fraunberger (FDP) mit dem Sportentwicklungsplan und den sogenannten „weichen Faktoren“ wie dem Radwegenetz befassen. Zum Jahresende lagen jedoch diverse Anträge auf die Zuschüsse für die Vereinsarbeit vor und so beschränkte sich der Ausschuss auf die Verteilung der Gelder für 2011 – was für die Öffentlichkeit ohne große Beratungen vor sich ging. In einer knappen Dreiviertel Stunde waren alle 11 Tagesordnungspunkte abgehandelt.
Während im Kultur-Haushalt jährlich eine Summe von 8.000 Euro zur Verfügung steht, variiert der Betrag im Sportbereich. Er setzt sich im wesentlichen aus den Erträgen der Stiftungen zusammen. Nach wie vor gilt aber für die Verteilung der Gelder der Schlüssel, der bereits in den 1980er Jahren von den Vereinen erarbeitet worden ist.
Vergeben wurden 1.500 Euro an den Kunstverein Burgwedel-Isernhagen und 2.000 Euro an den Verein Kunst- und Kultur für Kinder (KuK). In beiden Fällen hätte die SPD-Fraktion im Ausschuss gern 500 Euro mehr vergeben, stimmte dann aber doch der von der CDU vorgeschlagenen Summe zu. Vorher hatte CDU-Ratsherr Fritz Papenberg die grundsätzliche Frage gestellt, ob denn alle Veranstaltungen auch in schwierigen Zeiten immer weiter bezuschusst werden müssten. Seiner Auffassung nach („das ist meine persönliche Meinung“) würden sie auch ohne öffentliche Gelder stattfinden. Den Ausschuss ließ dies unbeeindruckt.
Unter den Sportvereinen wird Burgwedels größter Verein, die Turnerschaft Großburgwedel (TSG), die erwünschten 10 Prozent als Zuschuss für den Umbau des Fahrradschuppens für eine Mehrfachnutzung erhalten - eine erhebliche Summe bei veranschlagten Baukosten von 86.000 Euro. Der Ausschuss hatte zunächst Bedenken geäußert, ließ sich dann aber überzeugen, nachdem die TSG ihren Plan genauer erläutert hatte.
Baukostenzuschüsse von 10 Prozent werden den Sportvereinen üblicherweise gewährt. Auch der Fuhrberger Sportverein kann mit diesem Anteil bei der Erneuerung der Heizungsanlage im Sportheim rechnen. Komplizierter war die Lage beim Sportverein Kleinburgwedel, dessen Parkfläche erneuert werden muß, die auch von den Müllfahrzeugen mit genutzt wird. Hier sprach sich der Ausschuss einstimmig für einen Zuschuss von 10.000 Euro aus. Erst im nächsten Jahr entscheiden will der Ausschuss über finanzielle Unterstützung des FC Burgwedel. Für dessen Sportstätten stehen größere Veränderungen nach dem Sportentwicklungsplan an.
Einzig der Schützenverein „Gut Ziel“ aus Wettmar ging mit seinem Antrag auf finanzielle Förderung der im Bau befindlichen Pistolenhalle leer aus. Von den Ausschussmitgliedern wurde geltend gemacht, dass der Verein bereits 2009 die üblichen 10 Prozent von der damals angegebenen Bausumme von 60.000 Euro erhalten hat. Als Wert für die Eigenleistungen in Höhe von etwa 100.000 Euro hätte der Verein gern eine weitere Unterstützung sozusagen als Anerkennung bekommen. „Nicht nachvollziehbar“ lautete das einhellige Votum der Ausschussmitglieder.