IGK stellt das neue Konzept für den Weihnachtsmarkt vor

Wein und Blumen zum Abschied: Karlheinz Schridde (rechts) dankt Peter Liebau für sein jahrelanges Engagement für die IGK.

Peter Liebau nach 20 Jahren Vorstandsarbeit verabschiedet

GROSSBURGWEDEL (bs). Viel Aufregendes haben viele Mitglieder der Interessengemeinschaft Großburgwedler Kaufleute angesichts der Tagesordnung zur Mitgliederversammlung ihrer IGK offenbar nicht erwartet und sind der Sitzung am Mittwoch ferngeblieben.
Dabei gab es viel Neues zu erfahren, nicht zuletzt auch vom frisch gewählten Bürgermeister der Stadt Burgwedel. Deswegen hätte sich die Teilnahme sehr wohl gelohnt. In der IGK bewegt sich einiges, und die Zukunftsvisionen des Bürgermeisters, wohin die Reise in den nächsten Jahren hingehen könnte – sorgte für so manche Überraschung.
Nach der Jahresbilanz 2013 gab der IGK-Vorsitzenden Karlheinz Schridde einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen im laufenden Jahr. Den Auftakt macht am 4. Mai der verkaufsoffene Sonntag „Buntes Burgwedel“. Weiter geht es nach einem Jahr Pause am 12. und 13. Juli mit einer Neuauflage von „Kunst in Bewegung“, Jazz unter Sternen am 5. Juni und am 14. August, der Varieté-Abend auf dem Alten Markt findet am 13. September statt und am Sonntag, 14. September steigt dann wieder das große IGK-Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag.
In ganz neuem Gewand wird sich in diesem Jahr der IGK-Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende präsentieren. Zu wenig Kunsthandwerk und immer weniger Vereine und Institutionen, die das Angebot belebten, haben den Vorstand der IGK dazu bewogen, sich auf anderen Weihnachtsmärkten umzusehen und sich zu informieren.
„Kaum jemand ist noch gewillt, sich über zwei Tage Kälte, Sturm, Regen oder Schnee auszusetzen“, erläuterte Karlheinz Schridde die zusammengetragenen Informationen. Nun wird es erstmals zum Weihnachtsmarkt ein rund 300 Quadratmeter großes Zelt ausschließlich für Kunsthandwerker geben, das allerdings nur Samstag und Sonntag seine Türen für die Besucher öffnen wird. „Erste Anmeldungen liegen bereits vor“, freute sich der IGK-Chef.
Mit großem Bedauern hingegen wurde mitgeteilt, dass Peter Liebau, seit 20 Jahren im Vorstand der IGK und seit 18 Jahren bewährter Kassenwart, ab sofort sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegt. „Du wirst uns sehr fehlen“, erklärte Schridde. „Wir waren häufig unterschiedlicher Meinung, haben aber immer eine gemeinsame Lösung gefunden – und auch jede Menge Spaß gehabt“, dankte der Vorsitzende seinem Vorstandskollegen für die vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements.
Bis zu den nächsten Vorstandswahlen im Jahr 2015, für die auch Karlheinz Schridde als Vorsitzender nicht wieder kandidieren wird, übernimmt Dirk Hinze von Treffpunkt Kunst und Handwerk das Amt des Kassenwartes.
Großes Lob für das vielfältige Veranstaltungsprogramm, das die IGK über das Jahr organisiert und finanziert, gab es vom neuen Bürgermeister Axel Düker, der seinen Antrittsbesuch bei der Kaufmannschaft machte. Der Sozialdemokrat versicherte den Kaufleuten, dass die Themen Von-Alten-Straße und Stadtentwicklung künftig mit großer Transparenz angegangen werden. Die inzwischen angelegten Blumenbeete, die neuen Bänke und Papierkörbe seien die ersten Schritte zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone.
Für großes Erstaunen sorgte die Aussage Axel Dükers, dass auch in Erwägung gezogen werden könne, die öffentliche Büche rei aus dem Alten Haus zu verlegen. Hier müsste einmal geprüft werden, ob es eine Auflage gebe, die eine anderweitige Nutzung des Hauses einschränke.
Der Wunsch, im „Alten Haus“ ein Kulturcafé oder eine wie auch immer geartete Gastronomie als Frequenzbringer für die Einkaufsstraße anzusiedeln, wird nicht nur von den Einzelhändlern seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue geäußert.