Hülptingser schießen auswärts

Befreundete Vereine bieten Ersatztermine

Hülptingsen (r/bs). Die Corona-Pandemie verhindert seit fast einem halben Jahr, dass die Hülptingser Schützen ihrem Vereinsleben mit Schießen nachgehen können.
Der Hülptingser Verein ist in der Stadt der einzige ohne eigenes Vereinsheim. Schießstand und Aufenthaltsraum sind Bestandteil des Feuerwehrhauses in Hülptingsen. Das Feuerwehrhaus ist bis auf weiteres für sogenannte Drittnutzer (SV Hülptingsen) gesperrt. Es besteht laut Anordnung der Stadt Burgdorf die Gefahr, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Hülptingsen bei fremder Nutzung gefährdet wird.
Der Verein hat nun die befreundeten Vereine Burgdorf, Ehlershausen, Schillerslage und Otze kontaktiert und nachgefragt ob dort ein Schießen der Hülptingser Schützen vorübergehend möglich ist. Die Schützenvereine in Ehlershausen, Schillerslage und Otze konnten sogar den Hülptingser Schießdienstag anbieten.
Die Junggesellen der Burgdorfer Schützengesellschaft haben umgehend ein Freundschaftsschießen im Burgdorfer Schützenheim angeboten. Ab September wollen die Hülptingser 14-tägig ihr gemeinsames
Schießen wieder aufnehmen; zuerst in Ehlershausen, danach die Einladung der Junggesellen (16.09.), am 29.09. in  Schillerslage und am 13.10. in Otze.
Eine vereinsinterne Befragung unter aktiven Hülptingser Schützen ergab, dass doch eine gewisse Verunsicherung vorherrscht. Ein Drittel will erst wieder schießen, wenn das in Hülptingsen möglich ist. Verständlich weil doch die meisten Schützen der Corona-Risikogruppe angehören. Auch der Aufwand für das "Auswärtsschießen" ist nicht unerheblich; Waffentransport, Schießequipment zusammenstellen und mitnehmen, Fahrgemeinschaften bilden und anderes mehr. Die Hülptingser Schützen hoffen, dass durch die Coronazeit nicht zu viel Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt verloren geht.