Holzeinschlag im Sprillgehege

Revierförster Lucas Kubel mit Hund Asra beim Markieren der Bäume. (Foto: NLF)
FUHRBERG (r/bs). Auf 23 Hektar Waldfläche beginnen Anfang März die Holzeinschlagsarbeiten im Sprillgehege.
Mit Hilfe einer Holzerntemaschine - des sogenannten Harvesters - ernten die Niedersächsischen Landesforsten Kiefern. Den Transport aus den Waldflächen an die Forstwege übernimmt ein bodenpfleglicher Forstspezialschlepper. „Je nach Wetter und Verfügbarkeit der Maschine wollen wir bis Mitte April mit den Arbeiten fertig sein“, so die Planung von Lucas Kubel, Leiter der Revierförsterei Fuhrberg.
Das Forstamt weist darauf hin, dass die Holzeinschlagsflächen zur eigenen Sicherheit nicht betreten werden dürfen und Sperrungen zu beachten sind. „Auf den Wegen kann es zu kurzzeitigen Sperrungen und zu Behinderungen durch die Maschinen kommen“, bittet Forstamtleiter Hans-Martin Roese um Verständnis. Da es auch zu Wegeverschmutzungen kommen kann, empfiehlt er auf andere Wegestrecken auszuweichen.
Mit der Holzernte schaffen die Landesforsten auch Licht für einen zukünftigen vielfältigen Mischbestand: Wo vorher hauptsächlich Kiefern standen lässt Kubel in den nächsten Jahren Douglasien, Buchen, Roteichen und Lärchen pflanzen. „Es wird circa drei Jahre dauern bis alle Flächen neu bepflanzt sind“, erklärt Kubel.
„Das hängt mit dem Rüsselkäfer zusammen. Die Larven des Großen Braunen Rüsselkäfers entwickeln sich in den Baumstümpfen und in flach streichenden Wurzeln frisch oder im Vorjahr geschlagener Bäume und würden die jungen, frisch gepflanzten Nadelbäume sofort befallen und zum Absterben bringen“, sagt er.
Deshalb müssen zwischen der Ernte in diesem Jahr und der Pflanzung junger Bäume mindestens zwei, besser drei Jahre vergehen, damit die jungen Käfer nach dem Schlüpfen keine Nahrungsgrundlage vorfinden. In der Folge bricht ihre Population sehr schnell wieder zusammen. Den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel kann Kubel dadurch vermeiden.