Holz aus der Region

Thomas Depke und Jens Tegtbüring, Betriebsdezernent des Forstamtes Fuhrberg, begutachten einen Eichenstamm. (Foto: NLF)

Eicheneinschlag im Niedersächsischen Forstamt Fuhrberg

FUHRBERG/WEDEMARK (r/bs). Mit Winteranfang begann in den Niedersächsischen Landesforsten die Einschlagssaison für das heimische Laubholz.
Auch im Forstamt Fuhrberg wurde die günstige Wetterlage ausgenutzt, um den wertvollen Rohstoff Holz zu ernten. „Wir pflegen unsere Wälder nach den Grundsätzen des LÖWE-Programms (Langfristige ökologische Waldentwicklung). Und das schon seit fast 30 Jahren“, so Jens Tegtbüring, Betriebsdezernent des Forstamtes.
„Durch die Umsetzung der Ziele von LÖWE entwickeln wir stabile Wälder, die nach heutiger Einschätzung auch den Klimaänderungen gewachsen sein sollen. Mit LÖWE gewährleisten wir in hohem Maß die Vereinbarkeit von verschiedensten Ansprüchen der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion im Landeswald”, sagt er.
Ein Grundsatz des LÖWE Programms lautet Mehrung von Laub- und Mischwäldern. Sie sind durch die Mischung artenreicher, bieten oft eine größere Strukturvielfalt und sind insgesamt stabiler und widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Stürmen.
Die Mischwälder sind wahre Multitalente: Je nach Baumart, Stärke und Qualität kann das Holz für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden: Das Angebot reicht von hochwertigen Stämmen für die Möbelindustrie, Bauholz vom Dach bis zum Fachwerk, Holz für Fußböden bis hin zu Brennholz für die Wärmeerzeugung. „Wichtig ist uns hierbei auch die regionalen Kunden zu beliefern. Kürzere Transportwege und langfristige Holzverwendungen leisten einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, so Tegtbüring.

Kurze Transportwege

So wird ein Teil des in der Revierförsterei Resse eingeschlagenen Eichenholzes direkt an den Holzdienstleister Depke-Holz in der der Wedemark verkauft.
Sowohl Endverbraucher als auch Zimmerer, Tischler und andere holzverarbeitende Unternehmen finden hier alles was das Herz begehrt. „Nur wenige Baumstämme legen zwischen dem Ort, an dem sie geschlagen werden und unserem Sägewerk mehr als 60 Kilometer zurück. Das spart unnötige Transporte, senkt den CO2 -Ausstoß und stärkt die Wirtschaft in der Region“, sagt Thomas Depke. „Durch die Wertschätzung der Regionalprodukte können stabile Strukturen für die Region geschaffen werden, etwa das Etablieren von Veredelungsbetrieben und anderen Dienstleistern. Das schafft weitere Arbeitsplätze“, so Depke.

Holz als CO2 Speicher

Die Herstellung von Holzprodukten benötigt weniger Energie als die Herstellung von Beton, Ziegel, Stahl, Aluminium oder Glas. Gegenstände aus Holz bestehen zu 50 Prozent aus Kohlenstoff. Wird Holz langfristig verbaut, - man denke nur an die zum Teil Jahrhunderte alten Fachwerkhäuser mit ihren Holzfenstern, -türen und -fußböden –so entstehen langfristige CO2 Speicher. Durch die nachhaltige Waldnutzung wird der Wald in einer stetigen Wachstumsphase gehalten und nachwachsendes Holz speichert wieder CO2.
Nachhaltige, regionale und klimaneutrale Holzprodukte -wie diejenigen der Firma Depke- müssen im Interesse aller - an Bedeutung gewinnen. Dies setzt aber auch die Bereitschaft für eine nachhaltige Nutzung unserer heimischen Wälder voraus.