Hohe Lebensqualität und intakte Dorfstrukturen

n den vergangenen Jahren sind in Kleinburgwedel einige Neubaugebiete entstanden, die modernes Wohnen und Leben auf ideale Weise ermöglichen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Hier gibt es noch ausreichend freie Gewerbeflächen. Die Freifläche auf dem Foto wird bis zur sichtbaren Bebauung im Hintergrund für gewerbliche Interessenten vorgehalten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kleinburgwedel: Das Dorf mit dem ganz besonderen „Wir-Gefühl“

KLEINBURGWEDEL (hhs). „Kleinburgwedel ist ein nordöstlicher Stadtteil von Burgwedel in der Region Hannover. Die Ortschaft liegt 56 Meter über dem Meer, hat eine Gesamtfläche einschließlich Gemarkung von 17, 91 Quadratkilometern und etwa 2.500 Einwohner. Das Wappen wird im Hintergrund beherrscht von einer perspektivischen Abbildung einer roten Mauer mit Zinnen, was sicherlich auf die Entstehung des Dorfes als Vorwerk der ehemaligen Burg im Hauptort Großburgwedel hinweist. Im Vordergrund befinden sich fünf silbern scheinende Steine und eine Eiche in Erinnerung des ehemaligen von einer Allee gesäumten Walles, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand. Die Wolfsangel stellt den Bezug her zum ehemaligen Landkreis Burgdorf, dem Kleinburgwedel bis 1974 angehörte. Die Ortschaft hat drei ausgelagerte Ortsteile, Wietze, Heidewinkel und Mühlenberg“. So oder ähnlich lauten die gängigen Beschreibungen, die man in Lexika und anderen Medien unter dem Begriff Kleinburgwedel findet. Aber diese Ortschaft hat eine ganze Menge mehr zu bieten, was sie insbesondere im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen hat.

700 Jahre Dorfbestehen wollten gefeiert werden, aber die Kleinburgwedeler hatten keine 700 Jahr Zeit zur Vorbereitung: Der älteste Hinweis auf das Bestehen der Ortschaft war erst gut zwei Jahre zuvor gefunden worden, die Zeit drängte also und dennoch fand sich in Kleinburgwedel niemand, der sich in Bezug auf diesen Anlass mit einer Minimallösung zufrieden geben wollte. Man plante ein Megaereignis mit vielen Einzelveranstaltungen über 2010 verteilt und zog diese Planungen anschließend durch, unter riesigem persönlichen Einsatz aller Kleinburgwedeler, „eingeborenen“ und neu hinzu gezogenen und ohne dass irgendwann Elan der Einzelnen und Gemeinschaftsgefühl dabei verloren gingen. Das Jahr 2010 hat eigentlich das gezeigt, was viele schon vorher wussten: Hier hat sich ein ganz besonderer Zusammenhalt der Einwohnerinnen und Einwohner ins neue Jahrtausend hinübergerettet. Der wird hoffentlich nicht nur in der Erinnerung weiter bestehen.
Jetzt sei erst einmal Durchatmen angesagt und eine Phase des Schwelgens in den schönen Erinnerungen, hatte Ortsbürgermeister Jürgen Schodder die gegenwärtige Situation umschrieben. An großen Dorfereignissen stehen in diesem Jahr natürlich das Schützenfest an und im September das 100-jährige Feuerwehrjubiläum, mit Scheunenfete und historischer Löschübung, die von den Freunden der Nachbarwehren unterstützt wird.
Die Qualitäten Kleinburgwedels als Wohn- und Lebensort haben sich herumgesprochen. Das muss man schließlich annehmen, wenn man den Zuspruch der Interessen hier an kommunalem Bauland unter die Lupe nimmt. „Die Neubaugrundstücke in Kleinburgwedel, die wir als Stadt angeboten haben, waren schon am nächsten Tag beinahe sämtlich verkauft“, erinnerte sich der Leiter des Bauamtes der Stadt Burgwedel, Niklas Gutzler im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Zur Zeit habe die Stadt für Interessenten an Grundstücken für Wohnbebauung in Kleinburgwedel keinen Quadratmeter mehr zur Verfügung. Allerdings gebe es noch Grundstücke, die privat vermarktet werden.
Ganz anders sehe es aber mit Gewerbegrundstücken aus: Hier habe Kleinburgwedel noch eine Menge, auch großzügig geschnittener Grundstücke im Angebot am Hornweg. Dieses Baugebiet ist eines der jüngsten in der Stadt, liegt ausgesprochen verkehrsgünstig zu Bahn und Bundesautobahn, und der Stadt Burgwedel eilt schließlich auch der Ruf voraus, bauwilligen Gewerbetreibenden die meisten Hürden schnell und unbürokratisch aus dem Weg zu räumen.
Wer soviel Zuspruch erfährt, der muss eine intakte Infrastruktur vorweisen: IntaktesVereinsleben, Grundschule, Kindergarten mit Krippe und Hort, ärztliche Versorgung, aktive Kirchengemeinde und Einkaufsmöglichkeit. Und darüber hinaus hat Kleinburgwedel noch eine Menge mehr zu bieten, intakte landwirtschaftliche Strukturen, herrliche Möglichkeiten zur Naherholung mit dem Würmsee aber vor allem mit dem 171 Hektar großen Naturschutzgebiet Trunnenmoor, wo Botaniker voll auf ihre Kosten kommen. Hier findet man noch den Gagelstrauch, Lungenenzian, Geflecktes Knabenkraut, Torfmoos-Knabenkraut drei Arten des Sonnentaus und 28 Libellenarten, von denen viele auf der Roten Liste für Niedersachsen stehen.