Hoffest der Burgwedler CDU im Zeichen der Bundesflaute

Für den musikalischen Rahmen sorgte an diesem Abend das Jazz-Quartett C-Bone. (Foto: Renate Tiffe)
 
Im Gespräche: Heinrich Neddermeyer, Dr. Emil Brockstedt und Heinz Heinicke. (Foto: Renate Tiffe)

Die Kommunalwahl 2011 wirft ihre Schatten voraus

GROSSBURGWEDEL (ti). Das Wetter zeigte sich passabel angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Hof von Jürgen und Karin Ocker bietet nach wie vor einen der schönsten Rahmen für das alljährliche Treffen des CDU-Ortsverbandes Großburgwedel. Eine gelöste Stimmung mochte sich diesmal dennoch nicht recht einstellen, trotz eifrigen „Grillens und Zapfens“ der Mitglieder der Jungen Union und der untermalenden Musik des Jazz-Quartetts C-Bone unterm Scheunendach.
Die sinkenden Umfragewerte der Bundespartei machen den Parteimitgliedern an der Basis zu schaffen. Zwar war es nicht so, dass sich viel weniger Gäste eingefunden hatten, wie der junge Vorsitzende Heinz Heinicke zunächst zu Beginn des Abends festgestellt hatte – es gab noch andere Veranstaltungen in Burgwedel, sodass manche erst später kamen – aber die Gespräche waren politischer als sonst. Heinicke selbst hatte gleich bei der Begrüßung vermerkt, dass die CDU sich auf die Kommunalwahl 2011 vorbereite, dass die Auswahl der Kandidaten bevorstehe und das Ehrenamt Hilfe und Unterstützung brauche. Unterstrichen wurde dies vom Stadtverbandsvorsitzenden Heinrich Neddermeyer, der auf das „Angebot für jeden“ verwies, bei der politischen Gestaltung in Burgwedel mitzumachen – vorzugsweise natürlich bei der CDU, aber auch bei den anderen Parteien, mit denen auf kommunaler Ebene gut zusammengearbeitet werde. Bei dieser Gelegenheit begrüßte er die FDP-Vorsitzende Dr. Isa Huelsz. FDP-Ratsherr Heinrich Gremmel gesellte sich später dazu.
Nicht nur die beiden Vorsitzenden sondern auch einige der CDU-Mitglieder standen noch ganz unter dem Eindruck, den der CDU-Bezirksparteitag in Stadthagen am gleichen Tag bei ihnen hinterlassen hatte. Der Generalsekretär der Bundespartei, Hermann Gröhe, hatte sich in die Provinz begeben, um den Zuhörenden mitzuteilen, dass das derzeitige Umfrage-Tief der Christdemokraten ungerecht sei im Hinblick auf die großen Probleme in den vergangenen Monaten. Die Verdienste seien erheblich bei der Bewältigung der Riesenwirtschaftskrise und bei der Verringerung der Arbeitslosenzahlen. Die Realität darzustellen sei nun Aufgabe vor Ort. Dazu müsse eine Partei dieser Größe in der Lage sein. Eine Vernetzung von oben nach unten wurde zugesagt. Da machte sich auch an den Tischen auf Ockers Hof ein Raunen bemerkbar.
Neddermeyer machte zugleich auf die Erfolge in Burgwedel aufmerksam. Zwei Jahre lang habe sich die Partei mit der Schulpolitik beschäftigt, mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen könne (wir berichteten) und das auch auf Landesebene Beachtung finde. Im übrigen sei es wichtig, das Ohr immer nah an der Bevölkerung zu haben, nicht erst vor den Wahlen. In den einzelnen Ortsteilen werde dies unterschiedlich gehandhabt.
Wer das Ohr nah an den Gästen des Abends hatte, bekam auch zu hören, dass sich etwas ändern müsse an den CDU-Hoffesten. Sie müssten früher am Tage stattfinden, damit auch junge Familien mit Kindern dabei sein könnten, befand eine Gesprächsrunde an einem der Tische.