Herzsportler setzen auf Impfungen

TSG-Geschäftsführer Nils Budde (v.l.) mit Hans-Alfred Disselhoff, Abteilungsleiter der Herzsportler, und seinem Stellvertreter Willi Rinne.

Rehabilitationssport für Menschen mit Herzerkrankungen

Großburgwedel (bs). Es ist die Keimzelle des Gesundheitssport in der Turnerschaft Großburgwedel: die Herzsportabteilung. Von den rund 170 Mitgliedern sind 130 Männer und Frauen in acht Gruppen aktiv.
Aufnahme in der Abteilung finden Menschen mit unterschiedlichen Herzerkrankungen von Herzinfarkt über Herzrhythmusstörungen, Bypass-OP, erhöhter Blutdruck mit Funktionsstörung am Herzmuskel oder stabiler Angina pectoris. Doch im Zuge der Pandemie sind auch die Aktivitäten der Herzsportgruppen komplett auf Eis gelegt. „Dabei ist es für die Betroffenen so wichtig, über den ärztlich begleiteten Rehabilitationssport wieder zu ihrer körperliche Fitness zurückzufinden“, erläutert Abteilungsleiter Hans-Alfred Disselhof.
Die Übungsstunden werden von ausgebildeten Fachübungsleitern mit der Ausbildung für innere Medizin und Orthopädie in Anwesenheit eines Arztes geleitet. „Ein Defibrillator und sein Notfallkoffer sind immer griffbereit“, versichert Disselhoff. Man hatte im vergangenen Sommer gehofft, einigen Gruppen Herzsport unter freiem Himmel anzubieten, doch der Dachverband Behindertensport hat dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur in einer Halle sei die ärztliche Aufsicht zu 100 Prozent gewährleistet, begründete der Behindertensportverband die Absage.
„Viele unserer Mitglieder halten sich notgedrungen mit Spaziergängen fit“, berichtet der Leiter der Herzsportabteilung. Doch ein Ersatz für den Rehabilitationssport sei dies nur sehr bedingt. „In den Sportstunden werden unsere Teilnehmer nach ihrem individuellen Leistungsvermögen gefördert, so dass sich Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft, Koordination und Konzentration verbessern“, erläutert Disselhoff. „Unsere acht aktiven Gruppen sind auch nach Leistungsvermögen unterteilt“, ergänzt Willi Rinne, stellvertretender Abteilungsleiter. So wird auch eine Herzsport-Schongymnastik oder für „Fortgeschrittene“ eine Herzsport-Nachsorge angeboten. Für wen welche Gruppe geeignet ist, wird in einem Aufnahmegespräch geklärt. Auf diese Weise hofft die Herzsportabteilung auch jüngere Menschen mit Herzerkrankungen anzusprechen.
Für die Zukunft hoffen die Herzsportler, dass ein höheres Corona-Impftempo und auf damit einhergehende Lockerungen für den Rehabilitationssport.
Nähere Informationen über die Angebote der Herzsportabteilung gibt es bei Hans-Alfred Disselhoff per E-Mail an herzsport@tsg-info.de oder telefonisch unter 05139-3243.