„Henriette“ war zu Besuch im Kindergarten Wettmar

Außergewöhnlichen „Hühnerbesuch“ hatte der Kindergarten Wettmar. (Foto: Renate Tiffe)

Kinder staunten über chinesische Seidenhühner

WETTMAR (ti) Was ist das für ein Vogel? Ist das die Mutter, die hat ja einen Hut auf. Wo sind denn die Augen? Aus dem Ei kommen die Küken raus? Die Kinder im Wettmarer Kindergarten hatten viele Fragen, als kürzlich Klaus-Peter Moritz auf Geheiß von Enkeltochter Lara eine Glucke mit drei Küken in den Kindergarten brachte.
Seit acht Jahren züchtet der ehemalige Chef von Ikea, in Wettmar wohnend, chinesische Seidenhühner. Die Idee sei ihm bei einem Besuch des Kindergartens im hannoverschen Zoo gekommen, sagte er. Sieben dieser wuscheligen rotbraunen Zwerghühner bevölkern zur Zeit seinen „Hühnerhof“ - und natürlich Zwerghahn Johannes. „Alle Hühner haben bei uns Namen. Dies ist Henriette“, erklärte er.
Henriette gab unterdessen leicht grollende Töne von sich. Am liebsten wollte sie in Ruhe gelassen werden und ihre drei Küken, zwei grau eins weiß, an diesem kühlen Morgen unter ihrem Gefieder verbergen. Die lugten allerdings zur Freude der Kinder hier und da wieder neugierig heraus. Ganz unwirsch wurde Henriette, als die Kinder eins der Küken gern in der Hand haben und streicheln wollten.
Moritz hat seine Freude an genau dieser Hühnerrasse. Sie sei in Afrika sehr verbreitet, erzählt er, weil sie viele Eier legen. Das Fleisch werde dagegen nicht gegessen, weil es schwarz ist – eine Gewähr dafür, dass diese Tiere nicht gestohlen werden. Chinesische Seidenhühner seien eine Superrasse, total harmlos und sehr pflegeleicht, fügt er hinzu.