„Heinrich-Heller Schule ist im besonderen Maße mustergültig“

Freude bei Schulleiter Bruns (li) und Bürgermeister Bogya (2.li): Kultusminister Bernd Althusmann (2.v.r.) und Ministerpräsident David McAllister (rechts) tragen sich ins Goldene Buch der Gemeinde Isernhagen ein. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der zwölfjährige Dennis strahlte über ganze Gesicht, als der Kultusminister ihn ansprach. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ministerpräsident und Kultusminister zeigten sich beeindruckt

ALTWARMBÜCHEN (hhs). Hoher Besuch stand den Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium der Hauptschule der Gemeinde Isernhagen, der Heinrich-Heller-Heller Schule am Donnerstag ins Haus: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Kultusminister Bernd Althusmann kamen zum Schulbesuch, denn die Heinrich-Heller-Schule ist nicht nur die 1.000. Ganztagsschule, die das Land Niedersachsen genehmigt hat, sie gilt auch in vieler Beziehung als beispielhaft.
Die Schule hat sich intensiv auf den Besuch vorbereitet: Die Bogensport AG übte in der Sporthalle, im Werkraum arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Holzautos, und Magdalene Kowalski übte mit den Kindern an anderer Stelle den brasilianischen Kampftanz Capoeira. Auch die Catering-Firma der Schule war tätig geworden und hatte Snacks vom Feinsten und Kürbissuppe gezaubert für alle Gäste und Cocktails zur Begrüßung, „alles ohne Alkohol“, wie Schulleiter Dr. Martin Bruns während eines Rundgangs durch die Einrichtung formulierte.
Wenn Ministerpräsident und Kultusminister eine Schule besuchen, dann ist das einfach etwas ganz besonderes für alle. Presse, Funk und Fernsehen sind vor Ort, natürlich die Damen und Herren aus Politik und Verwaltung, die Kooperationspartner der Schule und die Vertreter der Landesschulbehörde. Die Kinder in den Klassenräumen ließ das Blitzlichtgewitter weitgehend kalt, während David McAllister und Bernd Althusmann mit ihnen beim Gang durch das Gebäude das Gespräch suchten. Der zwölfjährige Dennis zum Beispiel. Er hatte viel Spaß beim Feilen an seinem Holzmodell und plauderte dabei mit den hohen Gästen. Ein Kameramann forderte bat ihn, alles noch einmal zu tun, und Dennis strahlte auch beim zweiten Durchgang die beiden hohen Gäste an.
Besonderes Lob zollten der Ministerpräsident und sein Kultusminister der Gemeinde Isernhagen und dem Kollegium um Schulleiter Dr. Martin Bruns, dass der als vorbildlich geltende Ganztagsbetrieb der Heinrich-Heller-Schule so erfolgreich nur innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt werden konnte. Diese Vielfalt hatte besonders David McAllister beeindruckt, ebenso das starke Engagement der Bürgerstiftung Isernhagen. Das Netzwerk in der Gemeinde sei intakt.
Auf der Basis der positiven Erfahrungen mit den schulischen Ganztagsangeboten werde das Land Niedersachsen deren Ausbau weiter konsequent fortsetzen, sagten die beiden Gäste. Inzwischen sei die Zahl der Ganztagsschulen im Land auf 1.140 gestiegen. Hinzu kämen 46 Förderschulen. Mit dem Schuljahresbeginn habe das Land 271 Neugenehmigungen ausgesprochen. „Diese 1.140 Ganztagsschulen in Niedersachsen leisten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit Familie und Beruf“, brachte es Kultusminister auf den Punkt. „Unsere Ganztagsschulen sollen ein Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler anbieten wie auch pädagogisch wertvolle Nachmittagsprojekte, wie wir sie hier in der Heinrich-Heller-Schule gerade erlebt haben“.
Dann mussten Ministerpräsident McAllister und Kultusminister Althusmann noch einmal die Schulbank drücken: Zum Abschluss des Besuchs war der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Isernhagen und in das Gästebuch der Schule geplant. Sie mussten auf einer richtigen Schulbank Platz nehmen, wie es in alten Zeiten üblich war, und schnell waren die Autogramme gemacht. Damit war der Schulbesuch eigentlich beendet, wenn nicht Marie-Luisa, eine Schülerin, vorbei gekommen wäre. Bernd Althusmann sprach das Mädchen an, und Marie-Luisa antwortete, dass sie sich auf der Heinrich-Heller-Schule sehr wohl fühle. Was sie denn später einmal werden wolle, fragte er weiter. Kfz-Mechatronikerin oder zur Bundeswehr, antwortete das Mädchen. David McAllister griff ein, er werde gleich im Anschluss nach „Wolfsburg zu Winterkorn, dem VW-Chef, fahren, er werde einmal die Möglichkeiten dort für Kfz-Mechatroniker ausloten. Aber sie würde gern erst einmal ein Praktikum bei der Bundeswehr machen, gab Marie-Luisa zu bedenken. Bernd Althusmann sagte dazu, er wüsste, dass die Bundeswehr diese Praktika anbiete. Aber es sei am Besten, sie und ihre Mitschüler kämen einfach mal im Ministerium vorbei, wenn sie in Hannover sind. Er habe dort eine Abteilung IV, die ihnen in allen Fragen zu Schule und Berufsfindung helfen würden. Das geschah so locker und spontan, dass es keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Angebote gab.