Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar lädt zum Mühlentag

Wann? 14.08.2011 12:00 Uhr bis 14.08.2011 18:00 Uhr

Wo? Bockwindmühle Wettmar, Auf der Horst, 30938 Burgwedel DEauf Karte anzeigen
Am vergangenen Samstag hatte die SPD Burgwedel im Rahmen ihrer Sommeraktion „Burgwedel mit der SPD entdecken“ die Bockwindmühle in Wettmar zum Ziel. Am Ende nahmen knapp 50 Interessierte an der Besichtigung teil. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Das Mahlwerk und die beiden neuen Mahlsteine. Hier zeigen sich Technikfreaks immer begeistert. (Foto: Hans Hermann Schröder)
Burgwedel: Bockwindmühle Wettmar |

Bockwindmühle war Ziel der Burgwedeler SPD/Müller wollen Mehl mahlen

WETTMAR (hhs). Der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar lädt am kommenden Sonntag, den 14. August, wieder ein zu einem Mühlentag. „Die Bockwindmühle muss arbeiten“, sagte der Vorsitzende des Vereins Gerd Brenneke im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Das haben wir alle schon häufiger gehört, mit guten Begründungen: eine Mühle muss arbeiten, was als beste Erhaltungsmaßnahme gilt, und: Mühlen, bei denen die Flügen seit Jahren still stehen, gibt es überall im Lande ausreichend. Aber Brenneke hatte noch einen weiteren absolut guten Grund. Der selbst ausgebildete Müllernachwuchs des Heimatvereins, der sich in den diversen Kursen mit Mühlenbautechniker Rüdiger Hagen kundig gemacht hat, will sein Können nun natürlich der Öffentlichkeit präsentieren.
Am vergangenen Samstag war die Wettmarer Bockwindmühle am neuen Mühlenstandort „Auf der Horst“ schon einmal Ziel der SPD Burgwedel. Knapp 50 Mitglieder fanden sich dort ein im Rahmen der Sommer-Traditionsveranstaltung der Burgwedeler Sozialdemokraten „Burgwedel mit der SPD entdecken“. So viele Mitglieder waren es selten in den vergangenen Jahren, die sich zu einer Erkundungstour aufgemacht hatten. „Die Bockwindmühle zieht eben“, schmunzelte Gerd Brenneke und freute sich über diesen Zuspruch. Man habe im Heimatverein auch schon darüber gesprochen, die Mühle nach Absprache für alle Interessentengruppen zu öffnen, sagte er. Dann kämen auch seine ausgebildeten Müller voll zum Zuge, und schließlich sei es kein Problem: „Unsere Bockwindmühle kann notfalls von nur einem Müller in Betrieb genommen werden“, erklärte er zwischendurch.
Siegfried Schramke, stellvertretender Ortsbürgermeister in Wettmar und Stadtratsmitglied der SPD, hielt sich nicht lange mit Begrüßung und Vorrede auf. „Wenn es in der Stadt Burgwedel etwas Neues zu entdecken gibt, dann schauen wir uns das im Rahmen unserer Sommertour auch an“, sagte er und gab das Wort gleich weiter an den Vorsitzenden des Heimatvereins. Der hielt sich auch nicht lange mit Erklärungen auf und sagte einfach nur, das erste, was der Müller machen müsse, sei die Mühle in den Wind zu drehen. Schon ging die Gruppe hinter ihm her, zum „Mühlensteert“, dem langen gebogenen Balken, mit dem man die Bockwindmühle in den Wind drehen kann. Dann wurde vorgeführt, wie sich das Bauwerk dann über die Winde genau in den Wind stellen und halten lässt. Damit waren die Vorbereitungen beendet, und es ging hinein in das technische Meisterwerk.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander die Treppe hinauf in die Mühle erklommen. Allgemein wurde bewundert, mit welcher Präzision alle an der Restauration des Bauwerkes beteiligten Handwerker ihre Arbeiten ausgeführt haben. Das Zusammenspiel von ursprünglichen Mühlenteilen und neu Angefertigtem sei beeindruckend, hörte man immer wieder.
Wer allerdings die Hoffnung gehabt hatte, die Mühle auch richtig arbeiten zu sehen, der wurde ein wenig enttäuscht. Zwar sind die neuen Mahlsteine inzwischen installiert, aber es läuft offenbar noch nicht alles so, wie es eigentlich sollte. Korn wurde an diesem Nachmittag noch nicht gemahlen. Das soll sich nach Möglichkeit bis zum kommenden Sonntag, den 14. August, dem Mühlentag nach Möglichkeit noch ändern. Denn an diesem Tag erwartet der Heimatverein noch eine Menge mehr Besucher. „Bei entsprechendem Wind wird sich die Mühle drehen“, verspricht Gerhard Brenneke. „Und vorgesehen ist auch die Inbetriebnahme des Mahlwerks. Wir werden natürlich wieder kleinere Gruppen durch die Mühle führen und alle Fragen nach bestem Wissen beantworten“. Und der Einblick in die Mahltechnik sei schon etwas Besonderes.
Auch um die Mühle herum ist für hat der Heimatverein wieder für buntes Treiben gesorgt. Mehrere Stände bieten Informationen und auch Waren aus dem dörflichen Bereich an. Mit dabei ist natürlich ein Bauernstand mit Obst, Gemüse und anderen Leckereien aus ländlicher Produktion, dann der beliebte Stand des Ziegenhofes mit seinen schmackhaften Produkten, dann kommt Michael Gorecki mit seinen Bienen und bietet nicht nur den besten Honig an, sondern auch Gelegenheit, den Bienen bei ihrer Arbeit im Bienenstock zuzuschauen. Daneben befindet sich ein Info-Stand des Heimatvereins, der auch einige Gerätschaften zum Thema Getreide, Mühle und Mahlen mitbringen wird. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher gesorgt: Für Kaffee und Kuchen sorgt unter anderem die AWO, es gibt Bratwurst, Bier und Brause, frisch gebackenes Brot und einiges mehr zu genießen.