Halali - eine Schleppjagd wie aus dem Bilderbuch

Auch mit Sonne geizte der Herbst bei dieser Schleppjagd nicht und erfreute Reiter und Zuschauer gleichermaßen. (Foto: Anna Kentrath)

Begeisterte Reiter und Zuschauer bei der Jagd des Hofes Feldmann

THÖNSE (ak). Wie aus dem Bilderbuch präsentierte sich der Herbst vergangenen Sonntag passend zur alljährlichen Schleppjagd des Hofes Feldmann in Thönse gemeinschaftlich organisiert mit der Reitsportgemeinschaft Roggenhof.
Entsprechend hoch war auch die Zuschauerresonanz.
Mitgebrachte Decken und Regenbekleidung konnten in den Rucksäcken bleiben, denn sogar die Sonne ließ sich das ein ums andere Mal blicken. Bei vielen Besuchern ist diese Schleppjagd bereits fester Bestandteil im Kalender, der Herbst kann erst richtig beginnen, wenn am vorletzten Sonntag im September zur Jagd in Thönse geblasen wird.
Zahlreiche Trecker mit Anhängern standen parat, teils bereits bis auf den letzten Platz besetzt, noch bevor der Gottesdienst in der Reithalle des Feldmann-Hofes zu Ende war. Einige sportliche Gäste machten sich selbst mit dem Fahrrad auf. Die stimmungsvollen Horn-Klänge der Rallye Trompes de la Bruyére kündeten vom Stelldichein und der beginnenden Jagd. Jagdherrin Camilla Freifrau von Dungern begrüßte die Jagdgesellschaft und schon ging es los.
Heike Feldmann legte auch in diesem Jahr zusammen mit ihrer 14-jährigen Tochter die Strecke, ein eingespieltes Team, das sich nun schon zum dritten Mal bewährte. Ebenfalls seit 2010 dabei, die Foxhounds der Niedersachsen-Meute, deren Geläut, das Anzeigen der Strecke durch lautes Bellen, den Besuchern an den Sprüngen von den nahenden Reitern kündete.
In vier Feldern wurde die rund 15 Kilometer lange Jagdstrecke beritten, zwei springende, einem nicht springenden und einem geführten Zuschauerfeld, wobei letzteres deutlich am kleinsten ausfiel. Sportlich ging es zu, auch das nicht springende Feld, war schnell unterwegs und ließ es sich nicht nehmen, den letzten Sprung auch zu wagen. Den Zuschauern bot sich ein sich wunderbarer Anblick von Pferden und Reitern, die ihr Können präsentierten und selbst dabei jede Menge Freude hatten. Das lebendige Bild der galoppierenden und springenden Tiere faszinierte Zuschauer jeden Alters.
Nach etwa 30 Hindernissen, ob gesprungen oder umritten hieß es schließlich „Halali“, den Reitern wurden die Eichenbrüche überreicht sowie Möhren und eine Futtermischung für die Pferde und die Hunde bekamen ihr Curée, einige Stücke wohlverdienten Pansens. Anschließend ging es zum gemeinsamen Jagdessen, ein zünftiges Spanferkel wartete schon auf die hungrige Jagdgesellschaft.