„Guten Morgen Kleinburgwedel, der Mai ist gekommen“

Kleinburgwedeler kamen in großer Zahl zur Maibaumfeier

KLEINBURGWEDEL (hhs). „Guten Morgen, Kleinburgwedel“, laut und deutlich begrüßte Ortsbürgermeister Jürgen Schodder seine Mitbürgerinnen und Mitbürger am Sonntagmorgen „nach dem Gottesdienst“. Der 1. Mai sei der 121. Tag des Jahres, fuhr der Ortsbürgermeister fort, ein Drittel des Jahres sei damit schon vergangen. Diese Zäsur, die die kalte von der warmen Jahreszeit trenne, sei schon für unsere Altvorderen Anlass zum Feiern in freier Natur gewesen. „Der Mai ist gekommen“, rief er in die Menge, „lasst uns jetzt den Baum aufstellen“.
Der Spielmannszug des Schützenvereins Kleinburgwedel intonierte das beliebte Volkslied und die zehn starken Männer, griffen zu den Seilen und Stangen. Der Maibaum lag schon bereit auf zwei Böcken, oben am Zopf war die imposante Maikrone befestigt und die Schmuckbänder. Der Kleinburgwedeler Maibaum stand schon, als die zweite Strophe gerade begonnen hatte. Aber dennoch, der Spielmannszug und vielstimmige Chor, alle hielten durch. Man war textsicher in Kleinburgwedel, alle sechs Strophen kamen zu Gehör. Die hübsch bunten in die stattliche Krone eingebundenen Bänder flatterten derweil lustig im Wind und entlockten den Zuschauern manches „ach“ und „oh“. Dabei schien die blanke Sonne vom blauen Himmel, ein Maienmorgen, wie man sich ihn nicht besser wünschen kann.
Es waren erstaunlich viele Besucherinnen und Besucher auf den Platz vor dem Feuerwehrhaus gekommen, schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Termin. Eine Gruppe Kinder hatte die Hüpfburg für sich entdeckt und nutzte diese ausgiebig zum Austoben. Die Feuerwehrkameraden hatten schon am frühen Morgen damit begonnen, das für derartige Open-Air-Feiern notwendige Equipment zu platzieren: Eine Menge Bierzeltgarnituren waren aufgebaut, als das Gros der Besucher eintraf, vom Bratwurstgrill zog der leckere Duft gegrillter Würstchen über den Platz und zog insbesondere die Herren der Schöpfung beinahe magisch an. Am Getränkestand lockte kühles Helles. Überall klappte der Service problemlos.
Die Kleinburgwedeler genossen diesen Vormittag in vollen Zügen, zu schön war das Wetter, zu gut die Stimmung auf dem schönen Dorfplatz. Man klönte in kleinen Gruppen untereinander und stimmte sich auf den Sommer ein. So ein bisschen von Sommer war auch schon zu spüren in Kleinburgwedel an diesem Vormittag: Die emsigen Zapfer am Biertresen, die den ganzen Morgen bei ihrer segensreichen Tätigkeit in die Sonne schauen mussten, nahmen den ersten Sonnenbrand des Jahres 2011 mit nach Hause.