Gute Stimmung und Sonnenschein

Stadtbürgermeister Axel Düker (v. l.), Schützenchef Henning Kühl und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller schritten an der Spitze des langen Umzuges voran. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Der große Festumzug entwickelte sich an der Von-Alten-Straße zum Publikumsmagnet. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Großburgwedeler und Gäste feierten drei Tage lang Volks- und Schützenfest

GROSSBURGWEDEL (bgp). Das Wetter passte trotz einiger Regentage kurz vor dem langen Schützenfestwochenende in Großburgwedel. Moderate Temperaturen mit Sonnenschein schafften ideale Voraussetzungen für die Schützen und ihre Gäste. Vom Open-Air-Gottesdienst bis hin zur Party mit DJ-Musik und prächtigen Umzügen wurde vieles geboten, das von Freunden des Schützenfestes geschätzt wird.
Am Freitag traf sich die Festgesellschaft zum feierlichen Auftakt mit dem ökumenischen Gottesdienst auf der Rathausterrasse. Nach der Begrüßungsansprache gaben die Majestäten und Ritter des Vorjahres ihre Ketten zurück und bekamen einen Erinnerungsorden überreicht. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel. Nach einem kleinen Umtrunk ging es weiter zum Festzelt, wo die offizielle Eröffnung des Schützenfestes verkündet wurde. Ein reichhaltiges Essen erwartete die Besucher beim Festkommers, der von der Proklamation der Könige gekrönt war. Wer danach noch Lust auf Bewegung hatte, konnte während der Party mit Musik von den DJ´s Toddy und Bernd bis in die Nacht das Tanzbein schwingen.
Nach einer kurzen Nacht trafen sich die Schützen und viele ihrer Freunde am Alten Markt zum Umzug mit Anbringen der Schützenscheiben. Bei bestem Wetter ging es zur Kinderkönigin Maja Gerberding, die bereits zum dritten Mal die Königswürde in ihrer Altersklasse erlangt hatte. Jungmannenkönig Leonard Kaleta war die nächste Station auf dem „Königsweg“, auf dem er Jonas Hendricks und Denise Tennhardt knapp hinter sich gelassen hatte. Bürgerkönig Roy Diers freute sich über die Scheibe mit dem Großburgwedeler Wappen, die nun sein Haus am Nelkenweg ziert. Am Ende der Runde zog der Umzug in den Wilhelm-Raabe-Weg zu Thomas Weiss, der die Schützenkönigswürde erlangte.
Der große Ausmarsch der Schützengesellschaft bestimmte den Auftakt zum Sonntag. Vom Amtspark aus zogen Schützen, Sportler, Schwimmer und zahlreiche andere Vereins- und Feuerwehrmitglieder in einem bunten Umzug durch die Innenstadt. Fröhlich winkend schritten Schützenchef Henning Kühl, Schießsportleiter Jürgen Ocker, Stadtbürgermeister Axel Düker und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller an der Spitze voran. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel sorgte ebenso wie zwei Spielmannszüge abwechselnd für den richtigen Takt beim Marschieren bis zum Festzelt.
Während die älteren Gäste im Zelt das Platzkonzert genossen, tummelten sich die jüngeren auf dem Festplatz. Die ganz Kleinen genossen es sichtlich, eine Runde auf dem Karussell zu drehen und anschließend eine Zuckerwatte oder ein Eis genussvoll zu vertilgen. Die Jugendlichen und Junggebliebenen hatten beim Autoskooter ihren Spaß. Manche wollten es den Schützen gleichtun und legten an der Schießbude auf die weißen Röhrchen für einen Teddybär oder praktische Schraubendreher an.
Am späten Nachmittag rüsteten sich die meisten Eltern mit Kleinkindern langsam für den Heimweg. Auch wenn der vierjährige Leon noch nicht recht nach Hause wollte, lenkte er schließlich ein. Müde und mit nachdenklichem Gesicht ließ er sich von seiner Mutter den klebrigen Mund abwischen. Ihn beschäftige vor allem eine Frage: „Mama, ist morgen wieder Schützenfest?“