Gut 10.000 Besucher kamen am Sonntag zur Marktmeile

Um kurz nach 11.00 Uhr begann der Ansturm der Besucher auf die Marktmeile zum 700-jährigen Ortsjubiläum in Kleinburgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
So viele Zuschauer hatte die Ortswehr Kleinburgwedel noch nie, wenn sie eine Fettexplosion demonstrierte. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Ich habe heute keine enttäuschten Gesichter gesehen“

KLEINBURGWEDEL (hhs). Die Ortschaft Kleinburgwedel hat am vergangenen Sonntag neue Maßstäbe gesetzt für die Zukunft, wenn in der Stadt Burgwedel wieder einmal ein Ortsgeburtstag oder ähnliches Jubiläen zu feiern ist. Kleinburgwedel hat sich am Sonntag als „Großveranstaltungs tauglich“ erwiesen, und zwar auf einzigartige Weise. Die Marktmeile zum 700-jährigen Geburtstag hat, mit einigem Understatement des Ortsbürgermeisters, „etwa 10.000 Besucher in den Ort gezogen“. Jürgen Schodder und seine Mitstreiter hatten noch zehn Tage zuvor nur mit gut der Hälfte des Besucherzuspruches gerechnet, doch nun wissen alle, was schon vorher allenfalls geahnt worden ist: Kleinburgwedel, das ist weitaus mehr als die Höfe links und rechts von Wall- und Radenstraße und die Kleinburgwedeler haben es „ganz dicke hinter den Ohren, wenn es ums Feiern geht“, wie es ein Mitglied des Organisationsteams am Sonntag gegenüber den Burgwedeler Nachrichten ausdrückte.
Ortsbürgermeister Jürgen Schodder war am frühen Sonntagnachmittag vollkommen entspannt: „Ich habe heute noch keine enttäuschten Gesichter gesehen, und ich bin fest davon überzeugt, dass es bis heute Abend trocken bleibt“, Angesichts der Prognosen schien das etwas vermessen. Dann machte er eine Pause, richtete den Blick zum Himmel, und das half, denn es blieb trocken bis kurz nach 19.00 Uhr. Dann erinnerte der Ortsbürgermeister noch einmal an die Anfänge der Planungen im Jahr 2007. „Wir haben das bis heute richtig gemacht. Die Pläne sind in der Dorfgemeinschaft gewachsen, die Verantwortung konnten wir in Kleinburgwedel auf viele Schultern verteilen und wir konnten die Vielfalt des Diskussionsprozesses im Verlauf des Prozesses auch in die vielen verschiedenen Angebote heute mit hinüber ziehen. Alle haben an einem Strang gezogen, bis jetzt zum Schluss“, dankte er seinen Mitstreitern.
Die Besucher kamen in großer Zahl und schon kurz nach Festbeginn um 11.00 Uhr wurde es voll auf der Marktmeile, der Höhepunkt des Besucherstroms war gegen 13.30 Uhr erreicht, schätzungsweise 7.000 Besucher, die sich die 65 Aktionspunkte anschauten, es war ein Kommen und Gehen anschließend bis gegen 18.00 Uhr. Es war nur gut, dass die Organisatoren die Marktmeile und ihre Veranstaltungplätze auf eine Strecke von knapp zwei Kilometern und auf eine Menge Höfe links und rechts davon verteilt hatten. Großes Gedränge gab es deswegen nicht, nur am Nachmittag, als die historische Löschübung anlief, an der alle Ortswehren der Stadt Burgwedel, mit Ausnahme von Oldhorst beteiligt waren.
Auch die Besucher der Marktmeile staunten nicht schlecht über Kleinburgwedel, da gab es kein Haar in der Suppe zu finden, allenfalls, dass die gut 3.000 Rosen, die an die Besucherinnen der Marktmeile an deren Zugängen anfangs verteilt wurden, nicht reichten. Da machte zum Beispiel Robert Rieckenberg, Kleinburgwedeler Urgestein und Gärtner, der die Rosen besorgt hatte, spontan aus der Not eine Tugend: Wer sich beklagte, erhielt zum Trost einen Jubiläumsschnaps.
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