Grußwort der Stadt Burgwedel zum Jahreswechsel

Dr. Hendrik Hoppenstedt, Bürgermeister der Stadt Burgwedel. (Foto: Stadt Burgwedel)
In wenigen Tagen wird das Jahr 2010 Vergangenheit sein. Das ist Anlass, Rück-
schau auf das abgelaufene Jahr zu halten und den Blick auf 2011 zu richten.
Für die Stadt Burgwedel war 2010 alles in allem ein gutes Jahr.
Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ist uns allen vor Augen geführt worden, dass das dauerhafte Wachstum unseres Wohlstandes keine Selbstverständlichkeit ist. Das gilt für jeden Einzelnen, aber auch in besonderer Weise für die öffentliche Hand und deren Leistungsfähigkeit. So ist auch das kommunale Finanzaufkommen der Stadt Burgwedel zunächst drastisch eingebrochen. In einer solchen Situation hat sich die langjährige solide Finanzpolitik der Stadt Burgwedel besonders bewährt, weil wir auf Rücklagen zurückgreifen konnten. Durch die gesunde Wirtschaftsstruktur haben sich die kommunalen Einnahmen rasch stabilisiert. Insbesondere die Gewerbesteuer hat sich erfreulich gut entwickelt, wofür ich allen Gewerbetreibenden in Burgwedel herzlich danke.

Gleichzeitig konnte der Rat in bewährt gutem Einvernehmen zusammen mit der Ver-
waltung die Lebensverhältnisse in Burgwedel weiter verbessern. So wurde die Kinderbetreuung stark ausgebaut. Konkret wurden in Thönse die neue
Kindertagesstätte sowie Anbauten an den Kindertagesstätten in Kleinburgwedel und Wettmar eingeweiht. Damit haben nahezu alle Ortschaften Burgwedels eine eigene Krippe, einen Kindergarten und einen Hort.
Die Anzahl der Krippenplätze konnte binnen der letzten fünf Jahre von 30 auf 130 erhöht werden, wodurch zusammen mit den Tagesmüttern 35 Prozent jedes Jahrgangs der unter Dreijährigen betreut werden kann. Die Anzahl der Hortplätze wurde von 87 auf 225 gesteigert. Bei den Kindergärten haben wir erneut die Betreuungszeiten ausgeweitet. Mehr als 5 Millionen Euro wurden seit 2005 verbaut, um die notwendigen Gebäude zu schaffen, und die Folgekosten sind naturgemäß durch das deutlich intensivere Betreuungsangebot stark gestiegen.
Aber dies sind gute Investitionen in die Zukunft der Stadt und ihrer Bürger: denn eine Kommune mit so vielfältigen und guten Angeboten zieht junge Familien an
und bietet Gewähr dafür, dass Wirtschaftsbetriebe weiterhin qualifizierte Arbeitneh-
mer finden können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit galt dem Umweltschutz. Dank des Konjunktur-
paketes konnte in die energetische Sanierung städtischer Gebäude investiert wer-
den. Das schont das Klima und senkt dauerhaft die Heizkosten. Die größte Einzel-
maßnahme war die energetische Sanierung der Sporthalle in Kleinburgwedel. Da die Großburgwedeler Sporthalle an der Grundschule in einem so schlechten Zustand war, dass eine wirtschaftliche Sanierung nicht gelohnt hätte, wurde mit finanzieller Hilfe des Landes Niedersachsen ein Neubau errichtet, den wir gerade einweihen konnten.
Bestens angenommen von den Bürgerinnen und Bürgern aus allen Ortschaften ist
der neue Amtshof, der seit einem Jahr eröffnet ist. Die Anzahl der kulturellen Veran-
staltungen hat sich auch durch ehrenamtliches Engagement vervielfacht. Ordentlich gefeiert wurde in Kleinburgwedel: die Ortschaft ist 700 Jahre alt geworden und hat weit über ihre Gemarkungsgrenzen hinaus viele Menschen mit dem beeindrucken den Festprogramm angezogen.
Auch im kommenden Jahr wird die Stadt wieder vor vielen Herausforderungen ste-
hen: Der Rat der Stadt wird über eine neue Schulstruktur in Burgwedel entscheiden. Ziel ist es, unter Einbindung der Betroffenen das bisher attraktive Bildungsangebot an alle Schülerinnen und Schüler noch weiter zu verbessern und zugleich den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.
Die Gemüter vieler Bürgerinnen und Bürger hat schon jetzt die von Bund und Bahn
geplante Gütertrasse erregt. Auch wenn die bisher in den Medien veröffentlichten
Trassenführungen laut Bahn spekulativ zu sein scheinen, so ist doch nicht auszu-
schließen, dass Burgwedeler Gebiet von einer solchen Trasse betroffen sein könnte.
Für diesen Fall muss sehr genau hinterfragt werden, ob eine solche Trasse über-
haupt notwendig ist und falls ja, wo sie geführt werden kann. Große Beeinträchtigungen für Mensch und Natur sind nicht hinnehmbar, ebenso wenig wie eine Zerschneidung der Siedlungsgebiete unserer Stadt.
Die Sanierung der Kläranlagen als größte bauliche Investition seit Jahren wird in die
Umsetzungsphase treten. Damit wird der gewachsenen Einwohnerzahl und den Zie-
len eines bestmöglichen Umweltschutzes Rechnung getragen.
Schließlich findet am 11. September 2011 die Kommunalwahl statt. Ortsräte, Stadt-
rat, Bürgermeister und Regionsversammlung werden durch Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, neu gewählt. Ich möchte Sie herzlich bitten, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Besondere Anerkennung verdient, wer sich bereit erklärt, ehrenamtlich für die genannten Gremien zu kandidieren. Wir alle sind Teil der Stadt Burgwedel und haben die Möglichkeit, unser Gemeinwesen zu prägen und mitzugestalten. Dieses kann ohne Engagement und Mithilfe von vielen Einzelnen nicht gelingen. Deswegen bitte ich Sie, Ihren Teil zum Erfolg unserer Stadt beizutragen.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die durch ihre Beiträge und Leistungen mitgeholfen
haben, Stadt und Bürgerschaft im zurückliegenden Jahr zu stärken. Ich möchte besonders die Bürgerinnen und Bürger erwähnen, die sich in den Feuerwehren, den
Kirchen, den Vereinen, den Verbänden und Sozialeinrichtungen unter Zurückstellung eigener Interessen engagiert haben. Gleichzeitig bitte ich Sie herzlich darum, auch in Zukunft dieses Engagement fortzusetzen.

Ihnen allen wünsche ich Glück, Gesundheit und Gottes Segen im neuen Jahr.
Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Dr. Hendrik Hoppenstedt
Bürgermeister der Stadt Burgwedel