Grünes Licht für Bürgerhaus im Zentrum

Das Modell zeigt die Ansicht von der Fußgängerzone aus auf einen dreiteiligen Entwurf für das Bürgerhaus als Verbindung zwischen Bücherei und Amtshof. (Foto: Konzeptstudie: Stadt Burgwedel)
 
Die Seniorenbegegnungsstätte Gartenstraße ist in die Jahre gekommen: Ein neues Bürgerhaus im Zentrum soll neuer Anziehungspunkt für Jung und Alt werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Rat stimmt für Standort zwischen Bücherei und Amtshof/ Erste Entwürfe vorgestellt

GROSSBURGWEDEL (bgp). Die Seniorenbegegnungsstätte in der Gartenstraße 10 ist in die Jahre gekommen: Im beliebten Treffpunkt für vielfältige Gruppenaktivitäten, Kurse und Beratungsangebote stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an.
Im Zuge einer Bewerbung der Stadt Burgwedel um Gelder für die Städtebauförderung wurde die Weiterentwicklung des Gebäudes wesentlicher Bestandteil des Antrages. Das vorgesehene Konzept einer generationsübergreifenden und interkulturellen Einrichtung mit barrierefreien Beratungsangeboten im Bestandsgebäude gestaltet sich jedoch schwierig.
Der hohe Sanierungsbedarf bei „gleichbleibend unfunktionalen Grundrissen“ ist aus Sicht der Stadtverwaltung unwirtschaftlich. So entstand die Idee zu einem neuen Bürgerhaus, das einen „zeitgemäßen Raum für das hohe bürgerschaftliche Engagement der Burgwedeler Stadtgesellschaft“ bieten soll.
Fünf Standorte für das neue Bürgerhaus waren denkbar, die Entscheidung steht nun fest: Der Rat der Stadt Burgwedel stimmte in seiner Sitzung im Juli für die zentrale Lage zwischen Amtshof und Bücherei. Das starke Votum für ein Bürgerhaus auf dem Parkplatzareal an der Dr.-Albert-David-Straße fiel damit auch im Sinne der Stadtverwaltung aus, die das Gebiet im Vorfeld favorisiert hatte. Der Bereich liegt im Untersuchungsgebiet für die Städtebauförderung, befindet sich im Eigentum der Stadt und ist sofort verfügbar.
Die Parkmöglichkeiten haben eine hohe Priorität und sollen an dem Standort weitgehend erhalten werden. Eine vorläufige Planung sieht eine Reduktion der verfügbaren 68 PKW-Stellplätze auf 61 Stellplätze mit einer Breite von jeweils 2,5 Metern vor. Dazu kämen zwei 3,5 Meter breite Stellplätze.
In einer Konzeptstudie wurde als möglicher Entwurf ein Gesamtensemble aus drei Gebäudeteilen vorgestellt, die eine Verbindungslinie von der Bücherei quer zum Amtshof bilden. Die östliche Längsseite der Bücherei soll darin durch eine Glasüberdachung mit dem neuen, dahinter seitlich versetzten, Gebäudekomplex verbunden werden. Am neuen neuen Gebäudeteil soll ein Café angegliedert werden, das einen Bogen zum quer hinter der Bücherei stehenden zweiten Gebäudekomplex schlägt, der die Verbindung hinüber zum Amtshof bildet.
So sollen öffentliche barrierefreie Räume mit multifunktionalen Möglichkeiten entstehen, deren Nutzungskonzepte aufeinander abgestimmt werden. Sie bilden einen Rahmen für soziale Teilhabe, in dem sich die Stadtgesellschaft mit ihren unterschiedlichen Generationen, Nationalitäten und Lebensentwürfen wiederfinden kann. Analog zu den bestehenden Nutzungen und dem neu zu schaffenden Bürgerhaus ist eine Belebung und Aufwertung der Von-Alten-Straße gewünscht, die mit einer sogenannten „Ankernutzung“ gelingen soll. Im Städtebau soll damit über eine Mischung aus Wohnraum, gut erreichbaren Angeboten an Gewerbe, Kultur und anderen Einrichtungen mehr Frequenz in wenig belebte Zentren gebracht werden.
Die Verwaltung ist jetzt am Zuge: Mit dem Auftrag des Rates in der Tasche, einen Wettbewerb vorzubereiten, wird nun ein Raumkonzept erstellt. „Wir arbeiten dazu eng mit der Leitung der Seniorenbegegnungsstätte zusammen, um den genauen Bedarf zu ermitteln“, erklärt die Mitarbeiterin des städtischen Bauamtes Stephanie Klein. Danach erfolge die Ausschreibung des Wettbewerbes.