Großes Kirchenfest zum 10-jährigen Bestehen von JuKi

Viel Beifall gab es für die Tanzmädchen der Ballettschule Pickering in ihren anmutigen Kostümen. (Foto: Renate Tiffe)
 
Der Vorsitzende Jochen Zoellner als Moderator des Bühnenprogramms, das bis in die Nachmittagsstunden reichte. (Foto: Renate Tiffe)

Förderverein ist eine feste Größe im Dorfleben

KIRCHHORST (ti). Es geht um viel bei JuKi, dem Förderverein für Jugendliche und Kinder der St. Nikolai Kirchengemeinde Kirchhorst/Neuwarmbüchen. Der Erhalt der Jugendarbeit in der mehr als 2000 Mitglieder zählenden evangelischen Gemeinde ist eine Zukunftsaufgabe, die nicht hoch genug einzuschätzen ist angesichts bröckelnder Erziehungskompetenz in den Elternhäusern. Zehn Jahre sind eine lange Zeit für das Bestehen eines solchen Engagements.
Und sie waren Grund genug für ein großes Kirchenfest am vergangenen Sonntag. Es begann mit einem gutbesuchten Jugendfestgottesdienst in der ehrwürdigen St. Nikolai Kirche. „Wie viel Brote habt Ihr?“ Diese Frage aus der Geschichte Jesu von der wundersamen Speisung der 5000, gleich zu Anfang von Pastorin Christine Behler in den Raum gestellt, wurde zum Angelpunkt, um den sich alles drehte. Fragt sie doch danach, wie viel wir für andere übrig haben, wie viel wir zu geben bereit sind.
In der St. Nikolai-Kirchengemeinde wird seit zehn Jahren viel gegeben. Für die halbe Diakonen-Stelle, derzeit von Hermine Jany ausgefüllt, muss die Gemeinde seit 2008 weitgehend allein aufkommen. Jährlich 26.000 Euro sind dafür aufzubringen. Es muss für Spenden gesorgt und bei vielen Veranstaltungen – insgesamt 60 waren es in den vergangenen Jahren - Geld gesammelt werden. Dass manche von ihnen wie der Adventskaffee zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Dörfer geworden sind, spricht für die Kreativität und Qualität bei der Vorbereitung, an der immer viele Gemeindeglieder beteiligt sind. Ein großer und einträglicher Erfolg waren die Spendenläufe 2008 und 2010, die alle zwei Jahre wiederholt werden sollen. 170.000 Euro hat JuKi insgesamt erwirtschaftet. Was nicht bedeutet, dass es noch mehr Mitglieder geben könnte. „Ein Fünfer für die Jugend“ lautet seit 2009 die Werbe-Devise. 44 Mitglieder sind es zur Zeit.
Vorsitzender seit drei Jahren ist Jochen Zoellner, unermüdlicher Motor des Vereins und Mit-Organisator des Festes, das sehr viele Menschen in den Pfarrgarten lockte. Im Mittelpunkt stand ein umfangreiches Bühnenprogramm, das einen musikalischen Querschnitt aus 10 Jahren JuKi bot, von Zoellner moderiert. Noch vor dessen Begrüßungsworten hatte die dreiköpfige Jugendband Haris Kartal ihre Premiere, mit Kartal als Sänger – eine Gruppe, die sich auch für Auftritte bei anderen Gelegenheiten empfahl, wie Zoellner hervorhob. Danach warteten schon die Kinder der Ballettschule Pickering in ihren gelben und blauen Tüllröckchen auf das Signal „Tanzboden frei“. Auch die Allerjüngsten waren dabei und wurden mit viel Applaus von der großen Zuschauerschar bedacht. Das Akkordeon-Duo Alexandra und Stefanie Kapfer stellte sich vor. Weiter ging es mit einem Schattentheater in der Kirche, mit SCRAP YARD, der ehemaligen Schülerband des Gymnasiums, mit Jazz von Annelore Steinforth und Operettenmelodien, gesungen von Heidrun Klava.
Ein buntes Leben hatte sich unterdessen auf dem weitläufigen Gelände vor dem Gemeindehaus entfaltet mit einer großen Kletterburg gleich am Eingang, mit Kinder- und Bücherflohmarkt, mit Kinderschminken und vielen Spielen. Auf mehreren Schautafeln und an einem Info-Stand, stellte sich JuKi mit Fotos dar. „Ihr müsst auch mal auf die Schautafeln gucken“, ermunterte Ingrid Zoellner wenn die jungen Teilnehmer der anspruchsvollen Rallye etwas ratlos dreinschauten.
Nicht zu übersehen ist bei JuKi immer das Angebot „für das leibliche Wohl“. Ein Bratwurst- und Getränke- sowie ein Stand mit den speziellen JuKi-Waffeln luden auf dem Gelände ein. Ein großes Kuchenbüfett wartete im Gemeindehaus – viel Gelegenheit, bei entsprechender Stärkung mit Nachbarn und Bekannten ins Gespräch zu kommen, aber auch mit den offiziellen Gästen, zu denen die Ortsbürgermeisterinnen von Kirchhorst und Neuwarmbüchen, Dr. Renate Vogelgesang und Christiane Hinze gehörten.