Großes Interesse an den Objekten im Alten Park

Lina und Sissi halfen beim Abbau der Ausstellung.

Ausstellung Kunstverein/Gymnasium/IGS zieht positives Fazit

VON DANA NOLL

BURGWEDEL. Lina und Sissi zählen 115 Plastikflaschen, die sie beim Abbau ordnungsgemäß entsorgen müssen. Davor wurden diese vom Rest des Kunstwerkes getrennt und landen nun zur möglichen Weiternutzung in einem großen Karton.
Am vergangenen Samstagvormittag endete die gemeinsame Ausstellung „Park(T)räume“ vom Kunstverein Burgwedel-Isernhagen e.V., dem Großburgwedeler Gymnasium und der IGS im Alten Park an der Thönser Straße. 50 Schüler der Natur- und Umwelt-Arbeitsgemeinschaften, des Klimateams am Gymnasium sowie der Klassen 7c und 7d der IGS hatten vor etwa drei Monaten hier eine Ausstellung zum Thema „Upcycling“ eröffnet.
Nun war Abbau angesagt und die Aussteller konnten ein positives Fazit ziehen. „Wir hatten zahlreiche Besucher, die sich für die Objekte interessiert haben. Es wurden viele gezielte Fragen gestellt“, erzählt Ursula Knaack vom Kunstverein. Besonderes Interesse weckte ein Gang aus vielen Schuhen, der den ökologischen Fußabdruck darstellen sollte oder das Vogelnest, das die Thematik Mikroplastik aufgriff. Aber auch die anderen Exponate wurden interessiert begutachtet.
„Wir haben uns viel Mühe gegeben. Wir wollen die Menschen aufwecken, denn es ist uns nicht egal, wie sich die Welt verändert. Auch die nächsten Generationen sollen sich über normales Wetter und eine saubere Umwelt freuen können“, erzählt Henrik. „Ich bin froh, das vieles in Deutschland schon besser läuft als in anderen Ländern. Dennoch gibt es hier noch viel zu tun, zum Beispiel es könnte vieles viel sparsamer und nachhaltiger verpackt sein“, ergänzt Mitschülerin Anna.
„Ziel der Ausstellung war es, in den Dialog zu kommen und zu zeigen, dass vieles schon im Kleinen machbar ist“, so Anne Bosum-Dybus, Lehrkraft am Gymnasium und Betreuerin der Umwelt-AG, „Auch beim heutigen Abbau achten wir darauf, alles richtig zu entsorgen oder auch weiter zu nutzen.“
So wird im Innenhof des Gymnasiums eine Mini-Ausstellung mit einigen Objekten weiter geführt. Und auch das Projekt „Coffee to go“-Becher soll voran getrieben werden. „Auf dem Campus wird es so einen Mehrzweckbecher bald geben. Fernziel ist es aber, einen Burgwedel-Becher zu entwickeln, der dann auch in den Verwaltungen genutzt wird“, berichtet Anne Bosum-Dybus.