Großer Zirkus zum zehnjährigen Bestehen der Kita II

Die Clowns wollten ihr Kräfte beim Tauziehen messen – bis sie alle hinfielen. (Foto: Sina Balkau)
 
Zahlreiche Eltern, Geschwister und Ehemalige waren zu der Feier anlässlich des zehnjährigen Kindergartenbestehens gekommen. (Foto: Sina Balkau)

Integrative Einrichtung erhielt Lob und Überraschungen zum Jubiläum

GROSSBURGWEDEL (sib). Unter dem Motto „Hereinspaziert“ feierte die Städtische Kindertagesstätte II ihr zehnjähriges Bestehen. In einer eigens aufgebauten Manege verwandelten sich die Kindergartenkinder in Raubtiere, Clowns und Seiltänzerinnen. Neben der Zirkusvorstellung standen Ansprachen, Bastelaktionen und die Enthüllung der neuen Namenstafel auf dem Programm.
„Raubtiere hoch“, befahl die kleine Dompteuse und sofort stellten sich alle Löwen und Tiger fauchend auf die Hinterbeine. Genauso gut klappten alle weiteren Attraktionen der einstündigen Zirkusvorstellung: Die Seiltänzerinnen balancierten in rosa Tutus grazil über Bänke und bedankten sich beim Publikum mit einem anmutigen Knicks für den kräftigen Applaus. Die Jongleure ließen gekonnt Teller kreisen und Tücher fliegen, die Akrobaten schlugen Purzelbäume und die Clowns alberten herum und legten sich beim Tauziehen auf die Nase. „Im August haben wir erst 25 neue Kinder bei uns aufgenommen und alle haben das so toll gemacht“, lobte Kita-Leiterin Maria Deichmüller.
„Wenn jemand zehn Jahre alt wird, dann muss er auch ein paar Reden über sich ergehen lassen“, sagte Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt. Die Städtische Kindertagesstätte II sei damals als vierter Kindergarten in Großburgwedel geplant worden, wegen des neuen Rechtsanspruchs jeden Kindes auf einen Kindergartenplatz. Zusätzlich seien die Vorschulen abgeschafft worden, sodass der Bedarf gestiegen war. „Die Leistung, die hier jeden Tag erbracht wird, ist beachtlich. Dafür spricht auch, dass die Wartezeiten für einen Platz in dieser Kita ganz besonders lang sind“, gratulierte Hoppenstedt.
Elternbeiratsvorsitzende Ortrud Wendt sprach Maria Deichmüller ebenfalls ein großes Lob aus. „Sie machen Ihre Arbeit warmherzig, klug und sind immer voller Ideen. Ihr großes Engagement ist vorbildlich und ansteckend“, so Wendt. Auch das neunköpfige Team sei etwas ganz Besonderes, da mache Elternarbeit richtig Spaß.
Der Kindergarten mit drei Gruppen und 68 Plätzen ist eine integrative Einrichtung, in der Kinder mit und ohne Förderbedarf zusammen leben und spielen. „Alle geben gemeinsam ihr Allerbestes“, sagte Maria Deichmüller in ihrer Rede. Die pädagogische Arbeit sehe einen Wechsel von freiem Spiel und angeleiteten Tätigkeiten vor. Auf Strukturen, Rituale und Regeln werde ebenfalls großer Wert gelegt. „Damit geben wir Kindern, Eltern und Team Sicherheit“, so die Leiterin.
Maria Deichmüller und ihr Team erwartete an diesem Tag zwei größere Überraschungen: Zum einen bekamen sie Besuch von ehemaligen Kindergartenkindern, die mittlerweile genauso groß sind wie sie selbst. Die Jugendlichen erzählten von ihren schönsten Erinnerungen an die Kindergartenzeit und betonten dabei meist ganz alltäglich Dinge, wie gemeinsames Basteln, Stuhlkreise und Bällebad. Die zweite Überraschung war ein Geschenk der Elternschaft. Nach zehn Jahren ohne irgendeinen Hinweis, der die Einrichtung kenntlich macht, stifteten die Mütter und Väter eine Namenstafel mit dem „Sonne, Sterne und Regenbogen“-Logo, die während des Festes enthüllt wurde.
Mit einem gemütlichen Kaffeekränzchen mit 40 gespendeten Kuchen und Torten sowie Spiel- und Bastelangeboten in allen Räumen klang der Nachmittag dann langsam aus.