Großer Andrang beim Trecker-TÜV auf dem Hof Müller

Prüfer Helge Trapp bei der TÜV- Abnahme vom Fendt. Am Steuer Heinrich Arthur Büchtmann. Die Treckerfreunde (rechts) schauen bei der Abnahme interessiert zu. (Foto: Dana Noll)

Rund 30 Plaketten wurden von den Prüfern vergeben

BURGWEDEL/THÖNSE (dno). Der TÜV Nord hatte am Samstag gut zu tun. Bei strahlendem Sonnenschein rollten mehr als 30 Trecker auf den Hof Müller in Thönse, um sich hier ihre neue Plakette abzuholen.
Und diese wurde, bis auf wenige Ausnahmen, von Prüfer Helge Trapp und seiner Kollegin Kerstin Meyer nach ordnungsgemäßer TÜV- Abnahme am Kennzeichen der vorgeführten Trecker angebracht. Wie auch beim PKW müssen sich die land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeuge alle zwei Jahre einer Prüfung unterziehen. Ausnahmen bilden nur die sogenannten „Schnellläufer“, Trecker, die über 50 km/h fahren können, die sich jährlich den kritischen Blicken des TÜV s stellen müssen. Eine Abgasuntersuchung (AU) wie beim PKW gibt es nicht.
„Uns interessieren nicht Schönheit oder ein paar Kratzer hier und da, sondern auf die Funktionsfähigkeit kommt es an“, so Trapp. Bei der etwa 20 Minuten dauernden Abnahme wurden Licht, Bremse, Lenkung und die Hupe kontrolliert. Wenn diese technischen Elemente in Ordnung sind, gibt es die Plakette - in diesem Jahr übrigens ganz in rosa.
Die häufigsten Mängel sind eine nicht funktionierende Hupe oder eine defekte Lichtanlage. „Ich habe immer ein Paket Sicherungen dabei, denn meistens ist dies schon der Grund für die Probleme mit der Beleuchtung“, so Kerstin Meyer.
Oft sind die Prüfer überrascht, welche Raritäten auf den Hof gerollt kommen. Denn auch die „Oldtimer“ müssen sich dem TÜV stellen und für eine Plakette mängelfrei sein. So wie auch der Fendt Xaver F220 mit Pritsche, aus dem Jahre 1961, der von Heinrich Arthur Büchtmann vom Nachbarhof in Thönse, vorgeführt wurde.
Die TÜV- Abnahme auf Hof Müller wurde von den Treckerfreunden Thönse e.V. organisiert. Zwischen 9 Uhr und 12 Uhr wurden nicht nur die Fahrzeuge kontrolliert, für die Landwirte gab es auch ein kleines Frühstück und jede Menge Zeit zum Klönen und Austauschen. „Ein großes Lob an den Verein“, so Helge Trapp, „das kennen wir sonst von unseren Abnahmen nicht.“