Große Sause auf dem Schulhof der Grundschule

Die Schüler der Grundschule Großburgwedel haben ihre neue Bewegungswelt auf dem umgestalteten Schulhof schon mit viel Freude in Beschlag genommen. (Foto: Renate Tiffe)

Ende gut, alles gut nach dem Umbau

GROSSBURGWEDEL (ti). Die Bedingungen hätten idealer nicht sein können. Ein strahlender Spätsommertag war der Großburgwedeler Grundschule beschert worden für das große Schulfest, das nach der langen Umbauphase auf dem Schulhof gefeiert wurde. Schüler, Eltern, Lehrer – überall nur fröhliche Gesichter und viel Bewegung auf dem ideereich und schön gestalteten, weiträumigen Platz, der soviel Kopfzerbrechen bereitet hatte.
Alle hatten aufgeatmet, als nach den Großen Ferien endlich die Baufahrzeuge und die Zäune weg waren. „Wir sind mit großer Freude in das neue Schuljahr gestartet“, sagte Schulleiterin Juliane Parow bei der Begrüßung. Vieles sei anders als früher, aber das andere sei genauso schön, hatten die Kinder nach ein paar Tagen festgestellt. Ihr Dank an die Stadt, an die Planer, an die Schuleltern wurde von Fall zu Fall durch Beifall unterbrochen. Und ehe sie noch alle Stationen zum Toben, zum Buddeln und Gestalten aufzählen konnte, nahm das „Gesause und Gebrause“ auf dem Schulhof mit Macht zu. Das Schulfest war eröffnet.
Zufriedene Gesichter auch beim Bürgermeister, beim Umweltbeauftragten der Stadt und bei den Planern. Zu jedem einzelnen der Elemente, die den Kindern in den Pausen zu viel Bewegung verhelfen, waren Geschichten zu erzählen: zu dem Spaceball genannten Klettergerüst, das nun einen zentralen Platz auf dem Schulhof erhalten hat, zu den Buntstift-Balancierbalken, zum Spielhügel mit dem Tunnel, zum großen Bolzplatz hinter der Mehrzweckhalle, der demnächst noch ein zweites Tor erhalten soll. Jens Martin und seine Frau Kerstin Lieselotte von „Grün und Raum“, dem Atelier für Landschaftsarchitektur in Hannover, und Umweltplaner Malte Schubert ließen bei ihrer Begehung auch den abgeschlossenen, hinteren schattigen Bereich nicht aus, der für den Schulsport reserviert ist und als „grünes Klassenzimmer“ der Gestaltung der Lehrer überlassen bleibt.
Manche Schüler und Lehrer vermissen das Grün, das vorher auf dem Schulhof vorgeherrscht hatte. Grün waren jetzt vor allem die T-Shirts, von denen der Förderverein der Grundschule an diesem Tag viele verkaufte.
Noch hinter Bauzäunen freigehalten sind größere Flächen entlang des Küsterganges und vor der Mehrzweckhalle, die auf eine Bepflanzung jetzt im Herbst warten. Deren Pflege am Anfang wird ein weiteres Betätigungsfeld sein für den Schulhausmeister Torsten Allert („der einzige Mann im Haus“), der in der insgesamt sieben Jahre dauernden Grundsanierung der Schule so außerordentlich viel geleistet hat.
342 Kinder besuchen zur Zeit die Grundschule in Großburgwedel, die Jahrgänge, bis auf den ersten, vierzügig gegliedert. Ein Kollegium von 21 Lehrerinnen und 9 pädagogischen Mitarbeiterinnen stehen zur Verfügung, um den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen für ihre Schullaufbahn und die spätere Berufsausbildung zu verschaffen. Die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe und Lesementoren stehen zusätzlich bereit zur bestmöglichen Förderung am Anfang. An den Eltern liegt es nun, die hervorragenden Voraussetzungen, die die Schule bietet, als Chancen für ihre Kinder zu nutzen.