Großburgwedeler Weihnachtsmarkt bei Eiseskälte und Schneeregen

Im winterlichen weißen Kleid zeigte sich der Großburgwedeler Weihnachtsmarkt am Samstagnachmittag. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Händler zogen durchwachsene Bilanz/Puppenbühne begeisterte die Kinder

GROSSBURGWEDEL (hhs). Traditionell findet der Weihnachtsmarkt in Großburgwedel immer am zweiten Adventswochenende statt. Zur Eröffnung am Freitagnachmittag war es bitterkalt, so um die 8°C minus, und es zahlte sich aus, dass die Veranstalter von der IGK den Kreis der Buden etwas enger gezogen hatte. Masse hält warm, konnte man denken, zahlreiche Burgwedeler bevölkerten den Markt, schauten sich die Buden an, kauften dort die angebotenen Kleinigkeiten und verfielen der Anziehungskraft der vielen heißen Getränke unterschiedlicher Art, die es zu genießen gab. Mehrere Sorten Punsch und Glühwein mit und ohne Schuss, heißen Met, Kakao oder einfach nur Kaffee. Die verschiedenen Duftwolken vereinigten sich zu einem ganz besonderen Genuss, der sich obendrein mit weiteren Leckereien wie gebackenen Waffeln, Schmalzkuchen, heißen Mandeln und Crêpes gewissermaßen zu einen sinnlichen Großereignis entwickelte. Alles war im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrt, denn schon vor dem ersten Schluck oder Bissen sorgte es für Wärme, zumindest an den klamm gefrorenen Fingern der meisten Marktbesucher.
Unverdrossen priesen die Mitglieder der IGK in ihrer Bude am Ende des Weihnachtsmarktes ihre Lose für die große Weihnachtsgansverlosung an. 100 Gänse werden dabei jedes Jahr verlost. ein paar tausend andere Preise, Kekse, Schirme, weiteres Tiefkühlgeflügel und Kleingeräte kommen hinzu. „Ein Loskäufer hat besonderes Glück gehabt. Er hat zehn Lose gekauft und ist mit vier Weihnachtsgänsen nach Hause gegangen“, freute sich der IGK-Vorsitzende Karlheinz Schridde später.
Am Samstag wurde das Wetter etwas weicher und gegen Abend begann es zu schneien. Ungemütlich wurde es, wenn der Wind etwas zunahm. Die Besucher kamen nicht in der Masse der Vorjahre und die Bilanz der Händler war durchwachsen. „Viele sind offenbar nur zum Anschauen gekommen“, so das Urteil des Betreibers des Standes mit den hübschen Adventslaternen. Auch Imker Lars Gresbrand war nicht ganz zufrieden: „Die Menschen schauen sich unsere neue Großburgwedel-Kerze aus reinem Bienenwachs an. Sie bewundern auch das St. Petri Relief aber der Verkauf läuft sehr schleppend“. Allenthalben Frohlocken hieß es dagegen bei allen Anbietern von heißen Getränken.
Im Laufe des Sonntagnachmittags veränderte sich der leichte Schneefall kurz über dem Gefrierpunkt zunächst in Schneeregen, was zu Beginn des Marktes nur wenige Besucher herbei lockte. Als der Niederschlag dann aufhörte, wurde es wieder voll auf dem Alten Markt: Das Puppentheater von Heinz Lauenburger, wie immer von den Burgwedeler Nachrichten gesponsert, spielte wieder vor „ausverkauftem Haus“, die IGK brachte die letzten Lose an Mann oder Frau und auch der Umsatz von Glühwein, Punsch und Co. entwickelte sich für alle zufriedenstellend. Der Weihnachtsmann zog seine Runden und beschenkte wie in den Vorjahren die Kinder, das Karussell war unermüdlich in Betrieb, bis die letzten kleinen Gäste den Markt verlassen hatten.