Großbrand eines Reihenhauses an der Gartenstraße

Das Drehleiterfahrzeug aus Langenhagen verteilte große Mengen Löschwasser auf dem brennenden Dach. Doch der Brand war erst nach eineinhalb Stunden gelöscht. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Brandursache und Schadenshöhe noch völlig unklar

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag Nachmittag bemerkten Passanten auf dem Dach einer Wohnanlage mit sechs Reihenhäusern Flammen und Rauch dringen. Die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel wurde alarmiert und war schnell vor Ort.
Unter Leitung von Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger räumten die Feuerwehrkameraden zunächst die gesamte Wohnanlage. Verletzt sei niemand worden, hieß es später von der Feuerwehr. Eine Bewohnerin habe allerdings infolge der Aufregung Herzprobleme bekommen und sei in einem Rettungswagen vom Notarzt behandelt worden.
Das Löschen des Brands, der sich auf den Dachstuhl beschränkte, erwies sich als weitaus schwieriger als gedacht. Zunächst wurde deutlich, dass die Feuerwehr mit ihren technischen Möglichkeiten nicht nahe genug an das Gebäude herankam, um das Feuer wirsam bekämpfen zu können. Daraus folgte die Alarmierung des Drehleiterfahrzeugs aus Langenhagen und weiterer Ortswehren der Stadt Burgwedel.
Zudem befindet sich eine Solaranlage zur Aufbereitung von Brauchwasser auf dem Dach, und genau darunter sollen die ersten Flammen aus dem Dach gedrungen sein, so erläuterte ein Zeuge die Lage kurz nach Eintreffen der Ortswehr. Als das Drehleiterfahrzeug am Einsatzort eintraf, wurden von oben große Mengen Löschwasser auf das Dach gespritzt. Aber auch diese Maßnahme hatte kaum erkennbaren Erfolg. Die Dachziegel ließen sich nicht mit dem Wasserstrahl von der Lattung blasen. Nun konnte man von unten beobachten, wie sich das Feuer nach beiden Seiten hin weiter ausbreitete.
Unterdessen war der Eigentümer der Wohnanlage vor Ort eingetroffen. Er erklärte, man habe beim Bau der Anlage großen Wert auf eine möglichst effektive Wärmedämmung gelegt. Deswegen seien die Sparren außen und innen vollkommen verschalt worden, darüber befänden sich Lattung und schließlich die Dachziegel. Letzte seien aus Sicherheitsgründen noch geklammert worden.
Schließlich erreichten die Feuerwehrkameraden unter dem Schutz des Löschwassers von der Drehleiter aus das Dach und entfernten dann in mühsamer Handarbeit mit Axt und Haken die Dachpfannen. Nun konnte das Wasser an die lodernden Bretter und Balken gelangen und der Brand gelöscht werden. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, auch über die Höhe des entstandenen Schadens wurden bis Redaktionsschluss noch keine Angaben gemacht. Die Brandermittler seien noch vor Ort, hieß es von Seiten der Polizei.