Gottesdienst an der Mühle

Zahlreiche Besucher nahmen am Pfingstgottesdienst der St.-Marcus-Gemeinde an der Wettmarer Bockwindmühle teil. (Foto: Wilfried Künstler)

Corona-konforme Andacht unter freiem Himmel

Wettmar (r/bs). Am Pfingstmontag, traditionell der deutsche Mühlentag, musste die Mühle aufgrund der Corona-Pandemie schon im zweiten Jahr geschlossen bleiben.
Der Gottesdienst, der traditionell den Mühlentag in Wettmar einleitet, fand aber wie im vergangenen Jahr statt, dank des guten Wetters unter freiem Himmel. Das Mühlengrundstück ist groß genug, um eine größere Anzahl Gläubiger mit Abstand aufzunehmen.
Der Eingang und die Mühle waren festlich geschmückt, Desinfektionsspender standen bereit und etwa 100 Gartenstühle wurden vom Kirchenvorstand herbeigeschafft und mit Abstand auf dem Grundstück verteilt und desinfiziert.
Die Mühle bildete eine imposante Kulisse für den Gottesdienst, war sie doch nach Süden ausgerichtet, der am Montag vorherrschenden Windrichtung. Vor der Mühle war der Altar aufgebaut, der sonst am Pfingstmontag immer im Festzelt steht.
Am Eingang wurden Informationszettel verteilt und Mund- und Nasenschutzmasken für diejenigen bereitgehalten, die sie vergessen hatten. Jeder Gottesdienstbesucher musste sich registrieren lassen, entweder analog über die verteilten Zettel oder mit den QR-Codes mittels der Corana-Warn-App oder der Luca-App.
Für die musikalische Untermalung war der Bläserkreis St. Markus vor Ort und begleitete den Gottesdienst im gebührenden Abstand. Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel begrüßte die Gläubigen, die so zahlreich erschienen waren, dass nicht jeder einen Sitzplatz bekam.
Gemeinsam mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes stimmte die Pastorin die Gemeinde auf Pfingsten ein. Zwischen den Beiträgen brachte der Bläserkreis sein hervorragendes Können mit passenden Musikstücken zu Gehör.
Am Ende der Andacht entließ Pastorin Kruckemeyer-Zettel die Gläubigen mit Gottes Segen in den Pfingstmontag. Jeder durfte sich noch einen „Baustein“ mitnehmen, der zuvor in einer Geschichte thematisiert worden war. Der starke Wind verhinderte, dass das Bauwerk aus den Bausteinen während der Predigt aufgebaut werden konnte.
Am Ende schritten dann die Mitglieder des Kirchenvorstandes zur Tat, um die Stühle zu desinfizieren und abzutransportieren. Die Mitglieder des Heimatvereins verließen den Gottesdienst mit etwas Wehmut, die dem erneut ausgefallenen Mühlenfest geschuldet war.
Es bleibt aber die Hoffnung, dass im nächsten Jahr das Mühlenfest bei ähnlich guten Bedingungen endlich wieder stattfinden kann. Der kirchliche Beistand wurde schon zugesagt.